Letztes Update am Fr, 26.04.2019 15:28

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neuer Chefdirigent des Vlbg. Symphonieorchesters gegen „Denkverbote“



Bregenz (APA) - Das Vorarlberger Symphonieorchester (SOV) will sein Repertoire unter dem neuen Chefdirigenten Leo McFall kontinuierlich erweitern. Der 38-Jährige, der ab der Saison 2020/21 das Orchester leiten wird, präsentierte am Freitag seine Pläne. SOV-Präsident Manfred Schnetzer zeigte sich erfreut, dass nach dem Geschäftsführerwechsel im Sommer nun auch eine zweite Schlüsselstelle gut besetzt sei.

Leo McFall arbeitete bereits mit seinem Vorgänger Gerard Korsten zusammen, der im Sommer 2018 nach 13 Saisonen seinen Abschied nahm. McFall leitete schon im Vorjahr zwei Produktionen des SOV. „Zeitgenössisches, zu Unrecht in der Versenkung geratene Meisterwerke der Vergangenheit als auch Opernrepertoire werden Einzug in die Programme finden - jeweils in guter Verbindung zur großen symphonischen Literatur der Wiener Klassik, Romantik und der klassischen Moderne“, skizzierte der gebürtige Londoner seine Pläne für das Orchester.

Dabei werde es „keine Denkverbote“ geben, betonte er. Seine bisherigen Erfahrungen mit dem Vorarlberger Orchester beschrieb McFall als „fantastisch“, seine Vorfreude sei „riesengroß“. Mit dem Briten ist eine fünfjährige Zusammenarbeit vereinbart, beide Seiten können verlängern. Schon vor seinem ersten Antreten als Chefdirigent wird McFall für zwei SOV-Konzerte mit Werken von Wagner, Berg und Tschaikowsky nach Vorarlberg kommen.

Geschäftsführer Sebastian Hazod erklärte, McFall sei jemand, „der bei wiederholter Zusammenarbeit immer mehr aufblüht und noch besser wird“. Die Planungen für die Zeit ab 2020/21 seien bereits weit fortgeschritten. Inhaltlich wolle man mit einer „Play and Conduct“-Reihe, bei der ein Solo-Instrumentalist auch die Rolle des Dirigenten übernimmt, Akzente setzen. Zudem werde man sich nach Abschluss des Mahler-Zyklus verstärkt mit Anton Bruckner auseinandersetzen.

(S E R V I C E - www.sov.at)




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