Letztes Update am Fr, 26.04.2019 15:43

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Auch Schweizer Bauern werden wegen Trockenheit zunehmend nervös



Bern/Wien (APA/sda) - In der Schweiz herrscht im Gegensatz zu Teilen Österreichs und Deutschlands wegen der Trockenheit noch keine Alarmstimmung. Die dortigen Bauern sitzen aber auch schon wie auf Nadeln, sagt Bauernverbandssprecherin Sandra Helfenstein. Immer mehr Schweizer Bauern versichern sich gegen Ernteausfälle wegen Trockenheit.

„Erste gestern haben wir die Wasserbilanz angeschaut: Im Vergleich mit den letzten vier Jahren war es noch nie so trocken wie jetzt“, schildert Helfenstein die aktuelle Situation. „Im Moment ist die Lage sicher nicht dramatisch. Aber die Bauern sitzen wie auf Nadeln“, sagt sie.

Bis jetzt habe es für die Kulturen gerade noch ausreichend geregnet. In den letzten beiden Wochen seien nun Zuckerrüben gesät und Kartoffeln gepflanzt worden: „Für diese Kulturen ist der Regen jetzt existenziell“, sagt Helfenstein.

Vielen Landwirten machen auch noch „Altlasten“ aus dem sehr trockenen Vorjahr zu schaffen. Der Grundwasserspiegel ist nach wie vor sehr tief. Und gerade Bauern, die über eigene Quellen verfügten, könnten deshalb rasch Probleme bekommen, wenn es nicht ausreichend regne.

In Österreich sind wie berichtet vor allem der Norden und Nordosten, aber auch Teile der Steiermark von der Trockenheit betroffen. Nach Ernteausfällen wegen der Dürre im Vorjahr in Höhe von 230 Mio. Euro fürchtete die Hagelversicherung erst gestern wieder einen mögliche „neue Dürrekatastrophe“. Aktuell sind bereits Wintergetreide und jungen, neu ausgebrachte Pflanzen von massiven Niederschlagsdefiziten betroffen.




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