Letztes Update am Sa, 27.04.2019 14:28

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


FDP will „intelligente Verzahnung von Ökologie und Ökonomie“



Berlin (APA/AFP) - Die FDP fordert in der Klimapolitik eine „intelligente Verzahnung von Ökologie und Ökonomie“. Klimaschutz müsse „durch das Vertrauen auf technologischen Fortschritt“ mit der modernen Industriegesellschaft und steigendem Wohlstand in Einklang gebracht werden, heißt es in einem Antrag des Bundesvorstand, dem die Delegierten des FDP-Parteitags am Samstag mit großer Mehrheit zustimmten.

Der klimapolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Lukas Köhler, kritisierte bei der Einbringung des Antrags die „aufgeheizte“ und „emotionalisierte“ Debatte über das Thema. Manche wollten vor allem darüber reden, „wie schlimm die Welt ist“, dass es „fünf vor zwölf steht und wir alle in Panik verfallen sollen“. Das sei aber „der genau falsche Weg“, Klimapolitik zu diskutieren, urteilte Köhler mit Blick auf die Fridays-for-Future-Bewegung.

Für die FDP sei zentral, das Wirtschaftswachstum vom CO2-Ausstoß zu entkoppeln, betonte Köhler. Die Liberalen setzten auf „die Kraft des Marktes“ und auf Innovationen, um den Klimawandel zu bremsen.

In dem beschlossenen Papier werden kleinteilige politische Vorgaben sowie nationale Alleingänge beim Klimaschutz abgelehnt. Als ein zentrales Instrumente im Kampf gegen den Klimawandel sehen die Liberalen den Emissionshandel, der auf alle Wirtschaftsbereiche ausgeweitet werden solle.

Sie betonen außerdem, der Wettbewerb sei „das beste Entdeckungsverfahren für neue Technologien“ und dürfe daher nicht durch unverhältnismäßige Regulierung und Verbote eingeschränkt werden.




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