Letztes Update am So, 28.04.2019 03:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mexiko schob über 100 Honduraner in ihrer Heimat ab



Veracruz (APA/dpa) - Nach scharfer Kritik aus den USA an angeblich mangelndem Durchgreifen gegen illegale Einwanderung hat Mexiko 104 Honduraner in deren Heimat abgeschoben. Ein Flugzeug brachte am Samstag 63 Minderjährige und 41 Erwachsene von Minatitlan im Teilstaat Veracruz nach San Pedro Sula in Honduras, wie die mexikanische Einwanderungsbehörde mitteilte.

US-Präsident Donald Trump wirft Mexiko immer wieder vor, nicht genug gegen die illegale Einwanderung vor allem aus Mittelamerika zu unternehmen. Jedes Jahr fliehen Hunderttausende Menschen vor Gewalt und Armut in Guatemala, El Salvador und Honduras und versuchen, über Mexiko in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Im März wurden an der Südgrenze der USA 103.492 Menschen aufgriffen, die höchste Zahl seit zwölf Jahren.

Mexiko hat zugesagt, die Kontrollen an der Südgrenze zu verstärken. Zuletzt waren allerdings rund 600 Kubaner aus einem Auffanglager der mexikanischen Einwanderungsbehörde in der Stadt Tapachula im Teilstaat Chiapas geflohen. Sie öffneten das Hauptportal und machten sich auf und davon, wie das Innenministerium mitteilte. Einige wenige kehrten freiwillig zurück, die meisten blieben verschwunden.




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