Letztes Update am Mo, 29.04.2019 06:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Grenzenlose Fantasie: Der finale Teile der „Trisolaris-Trilogie“



Wien (APA) - Die kreative Fantasie des chinesischen Science-Fiction-Autors Cixin Liu scheint grenzenloser zu sein als das Universum: Im finalen Teil seiner „Trisolaris-Trilogie“, nun unter dem Titel „Jenseits der Zeit“ in sorgsamer deutscher Übersetzung erschienen, stürzt der Genre-Star seine Leser von einer atemberaubenden Welt in die nächste.

Die Erde ist längst nicht mehr einziger Schauplatz im Kampf der Menschheit gegen feindlich gesinnte Außerirdische ums Überleben. Raum und Zeit werden über fast 1.000 Seiten fließend überwunden - bis zum verblüffenden, von Cixin Liu logisch aufbereiteten Ende (nicht nur des Buches). Der Schreibstil ist dabei weitaus weniger komplex als die Story.

Der Schriftsteller hat die drei üppigen Bände dieser Serie unterschiedlich angelegt, was Action, Tempo, Atmosphäre und Zeitspannen der Handlung betrifft. Aber bestimmte Motive und Personen verbinden die einzelnen Erzählstränge, die Cixin oft weit auseinanderdriften lässt, um sie dennoch nachvollziehbar zum großen Ganzen zusammenzuführen.

In „Jenseits der Zeit“ erweitert der Autor das Bedrohungsszenario, stößt in mehrdimensionale Räume und Multiuniversen vor, bringt Motive aus Kunst und Kultur(en) ebenso unter wie wissenschaftliche Gedankenspiele. Und er hat sogar Platz gefunden, zwischendurch ein schrulliges Märchen, das Codes zur Rettung der Welt enthält, zu erzählen. Für die Rechte zur Verfilmung der Trilogie hat Amazon eine Milliarde Dollar gezahlt.

(S E R V I C E - Cixin Liu: „Jenseits der Zeit“, aus dem Chinesischen von Karin Betz, Heyne Verlag, Taschenbuch, 992 Seiten, 18,50 Euro)




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