Letztes Update am Mo, 29.04.2019 13:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Doping: Zivilprozess ÖSV gegen Langläufer Dürr hat begonnen



Innsbruck (APA) - Am Landesgericht Innsbruck hat am Montag der Zivilprozess des ÖSV gegen den ehemaligen Langläufer Johannes Dürr begonnen. Der Skiverband klagte den Langläufer auf Unterlassung und Widerruf der Behauptungen, der ÖSV dulde Doping stillschweigend, er verschließe die Augen davor und nehme Doping hin, solange sich der Dopende nicht erwischen lasse.

Die Verhandlung startete unter großem Medieninteresse. Dürr selbst war zur Verhandlung erschienen, wollte jedoch vor dem Prozess keinen Kommentar abgeben. Erste Vergleichsgespräche scheiterten gleich zu Prozessbeginn.

Dürr war im vergangenen Sommer bei einer sogenannten „FuckUp“-Night in Wattens, bei der Betroffene über ihr berufliches Scheitern, Fehler und den Weg zurück schildern, damit andere davon lernen können, aufgetreten. Dürr hatte dabei, befragt zur Rolle des ÖSV hinsichtlich Dopings, zwar von keiner aktiven Unterstützung, aber von einer Art stillschweigender Duldung berichtet. Der ÖSV hatte daraufhin eine Einstweilige Verfügung gegen Dürr erwirkt sowie einen Widerruf verlangt. Dürrs Rechtsanwalt, Michael Lehner, sah die Aussagen seines Mandanten als Meinungsäußerung.




Kommentieren