Letztes Update am Di, 30.04.2019 08:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Verdächtiger nach Hochstand-Sprengung im Südburgenland ausgeforscht



Oberschützen (APA) - Nach der Sprengung eines Hochstandes am 1. März in einem Wald bei Oberschützen (Bezirk Oberwart) hat die Polizei einen 18-jährigen Verdächtigen ausgeforscht. Er soll auf einem einschlägig bekannten Markt in Tschechien einen pyrotechnikausweispflichtigen Böller der Klasse F3 gekauft, ihn auf dem Hochstand deponiert und gezündet haben, berichtete die Landespolizeidirektion Burgenland am Dienstag.

Auf die Schliche kam die Polizei dem 18-Jährigen über die Auswertung eines Handyvideos, das die Sprengung zeigte. Beamte des Landeskriminalamtes Steiermark hatte wegen einer anderen Straftat ermittelt und waren dabei auf die Aufnahme gestoßen.

Die Detonation des Böllers der Marke „Gigant Maroon“, der laut Polizei eine Explosivstoffmasse von 200 Gramm netto enthält, hatte den Hochstand komplett zerlegt. Lediglich die Leiter und die vier Steher blieben übrig. Teile der Holzkonstruktion wurden bis zu 30 Meter weggeschleudert.

Die Aktion hatten auch noch ein burgenländisch-steirisches Quartett im Alter von 19 bis 24 Jahre mitverfolgt. Der 18-Jährige sowie zwei der Männer wurden wegen der Sachbeschädigung und der Übertretung nach dem Pyrotechnikgesetz angezeigt. Sie zeigten sich bereit, der Jagdgesellschaft den entstandenen Schaden im hohen, dreistelligen Bereich zu ersetzen, hieß es von der Landespolizeidirektion Burgenland.




Kommentieren