Letztes Update am Di, 30.04.2019 09:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Biotech-Firma Marinomed schloss 2018 mit 12,1 Mio. Euro Verlust



Wien (APA) - Die österreichische Biotech-Firma Marinomed hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Jahresverlust von 12,1 Mio. Euro abgeschlossen, nach 2,4 Mio. Euro Verlust im Jahr davor. Die an der Wiener Börse notierte biopharmazeutische Firma erwirtschaftete rund 4,7 Mio. Euro Umsatz, nach 4,8 Mio. Euro im Jahr 2017.

„Die Ergebnisse waren plangemäß negativ und spiegelten die hohen Investitionen in den zukünftigen Wachstumskurs von Marinomed wider“, heißt es in der Unternehmensaussendung Dienstagfrüh.

Das operative Ergebnis (EBIT) kam insbesondere aufgrund der höheren F&E-Aufwendungen und einmaliger Kosten im Zusammenhang mit dem Börsengang bei minus 5,1 Mio. Euro (2017: minus 1,6 Mio. Euro) zu liegen, so das Unternehmen. Darüber hinaus belastete ein einmaliges, nicht cashwirksames Bewertungsergebnis in Höhe von minus 5,7 Mio. Euro im Zusammenhang mit der 2017 ausgegebenen Wandelanleihe das Finanzergebnis.

Bereinigt um die einmaligen Sondereffekte (Bewertung der Wandelanleihe und IPO-Kosten) belief sich das Jahresergebnis 2018 auf minus 4,6 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie betrug 2018 minus 12,10 Euro.

Die Marinomed Biotech AG entwickelt Therapien für Allergie-, Atemwegs- und Augenerkrankungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe man bedeutende strategische Meilensteine einleiten und operative Erfolge erzielen können. Mit dem erfolgreichen Börsengang im Prime Market der Wiener Börse, der 2018 gestartet und mit der Erstnotiz am 1. Februar 2019 abgeschlossen wurde, erzielte Marinomed einen Emissionserlös von 22,4 Mio. Euro. Gemeinsam mit dem Anfang 2019 gewährten Darlehen der Europäischen Investitionsbank in Höhe von bis zu 15 Mio. Euro verfüge man über eine „erstklassige Finanzierungsbasis“, um das Wachstum des Unternehmens zu beschleunigen und das Potenzial der beiden Plattformen Marinosolv und Carragelose voll auszuschöpfen, heißt es in der Aussendung.

Für das Leitprodukt Budesolv, ein Nasenspray zur Therapie von allergischer Rhinitis, konnte die zulassungsrelevante Phase-III-Studie 2018 gestartet und im April 2019 abgeschlossen werden. Der Zulassungsprozess könne damit wie geplant fortgesetzt werden.

Bei der Carragelose-Plattform mit Produkten gegen Erkältungen und grippale Erkrankungen erfolgte im Jahr 2018 der Ausbau des Vertriebs um zehn weitere Märkte. Damit werden inzwischen sechs Carragelose-Produkte in mehr als 30 Ländern vertrieben.

CEO Andreas Grassauer erklärt in der Mitteilung die Unternehmensstrategie: „Unsere Strategie ist auf langfristiges Wachstum ausgerichtet.“ Nach dem Börsengang plane das Unternehmen, das Wachstum weiter zu forcieren und „die Produktentwicklung voranzutreiben, in neue Märkte zu expandieren und Wachstumsmöglichkeiten voll zu nutzen“.

Durch den Ausbau der Vertriebskooperationen und geplante Produkteinführungen bei der Carragelose-Plattform erwartet Marinomed für das Jahr 2019 eine weiterhin gute Auftrags- und Umsatzentwicklung. Aufgrund der hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung seien jedoch auch für die kommenden Jahre weiterhin operative Verluste zu erwarten.

~ WEB http://www.marinomed.com ~ APA097 2019-04-30/09:39




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