Letztes Update am Di, 30.04.2019 10:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung überwiegend mit Verlusten



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Dienstagvormittag mehrheitlich im Minus notiert. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.50 Uhr mit minus 0,28 Prozent oder 9,66 Punkte bei 3.492,28 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel um 0,18 Prozent oder 22,48 Zähler auf 12.305,54 Punkte. In London zeigte sich hingegen der FT-SE-100 mit einem knappen Plus 0,05 Prozent oder 4,03 Einheiten auf 7.444,69 Punkte.

Neben Geschäftszahlen europäischer Konzerne sorgten Konjunkturdaten für Impulse im Frühhandel. So wurde bereits bekannt, dass sich der Anstieg der Verbraucherpreise in Frankreich wie erwartet leicht beschleunigt hat. Die nach europäischen Standards berechnete Jahresinflationsrate ist einer ersten Schätzung des nationalen Statistikamtes zufolge von 1,3 Prozent im Vormonat auf 1,4 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten im Schnitt mit dieser Rate gerechnet. Auch in Spanien entwickelte sich die Inflation wie erwartet. Hier hatten man im Schnitt mit einem Plus von 1,1 Prozent zum Vormonat gerechnet.

Der französische Telekomkonzern Orange hat zunehmend mit dem harten Wettbewerb im Heimatmarkt zu kämpfen. Weil auch die Verkäufe von Smartphones und Tablets schwächelten und der Konzern Rabatte für Zusatzangebote auslaufen ließ, sackte der Umsatz in Frankreich im ersten Quartal um fast zwei Prozent ab. Da aber vor allem das Geschäft in Afrika und Spanien besser lief und Orange im Geschäftskundenbereich zukaufte, kletterte der Gesamtumsatz um ein Prozent auf 10,2 Milliarden Euro. Im frühen Handel rutschten die Orange-Titel mit minus 3,44 Prozent ans untere Ende des Leitindex für die Eurozone.

Angeführt wurde der Euro-Stoxx-50 von den Anteilsscheinen von Amadeus IT. Die Aktien des spanischen Softwareanbieters legten um 0,91 Prozent zu. Gefolgt wurden sie von den Papieren des Medizintechnik- und Elektronikkonzerns Philips. Die Titel des niederländischen Unternehmens gewannen 0,69 Prozent.

Aus Branchensicht waren am Vormittag vor allem Bankaktien belastet. Der Kurs der BNP Paribas gab um 0,78 Prozent nach und Societe Generale sowie Banco Santander verbilligten sich um je 1,16 Prozent.

In Frankfurt sind die Aktien der Lufthansa nach endgültigen Quartalszahlen stärker unter Druck geraten. Sie büßten am DAX-Ende knapp zwei Prozent auf ein. Analysten der Berenberg Bank bemängelten die überraschend schwache Umsatzentwicklung. Der Umsatz der großen Netzwerk-Airlines der Gruppe ist je angebotenem Sitzplatzkilometer um 5,2 Prozent zurückgegangen - mehr als drei Mal so stark wie erwartet. Auch bei Eurowings sei diese wichtige Kennziffer hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA131 2019-04-30/10:13




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