Letztes Update am Di, 30.04.2019 11:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Steuerreform - Tabaksteuer-Valorisierung bringt rund 40 Mio. pro Jahr



Wien (APA) - Erstmals seit zehn Jahren ist die Tabaksteuer heuer nicht gestiegen. Das ändert die ÖVP-FPÖ-Bundesregierung, die das „Don‘t smoke“-Volksbegehren mit 881.569 kürzlich ad acta gelegt hatte und als relativ raucherfreundlich gilt, nun fürs kommende Jahr wieder. Die Tabaksteuer wird als eine Gegenfinanzierung der Steuerreform wieder valorisiert werden, kündigte Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) an.

Das Finanzministerium rechnet mit 120 Mio. Euro an Einnahmen in den Jahren von 2020 bis 2022, also jährlich etwa 40 Mio. Euro. Löger sprach bei der Präsentation der Steuerreform vor Journalisten davon, dass es bei der Tabaksteuer zu einer „nahtlosen Weiterführung“ der Taxe kommt, wie sie von der Vorgängerregierung bekannt gewesen war. „Damit gibt es eine sofortige Anschlusswirkung in diesem Bereich“, sagte Löger.

Mit Tabakwaren allein erwirtschafteten die Trafikanten 2018 einen Umsatz von 3,2 Mrd. Euro. Der Staat nahm im Vorjahr 1,9 Mrd. Euro an Tabaksteuer ein - inklusive Mehrwertsteuer waren es 2,4 Mrd. Euro. Vom Preis einer Zigarette fließen 77 Prozent an den Staat in Form von Steuern, 12 Prozent macht die Handelsspanne für Trafikanten aus, 11 Prozent bekommen die Hersteller.




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