Letztes Update am Di, 30.04.2019 12:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tabak-Lobby und Trafikanten können mit Tabaksteuervalorisierung leben



Wien (APA) - Die Tabak-Lobby und auch die Trafikanten können mit der Wiedereinführung der Valorisierung der Tabaksteuer ab 2020 leben. Trafikantenobmann Josef Prirschl begrüßt die Entwicklung zwar, fordert aber „eine einhergehende Valorisierung der Mindesthandelsspanne der Trafikanten. Ich schlage eine jährliche Steigerungsrate von 4 Prozent vor“, sagte er auf APA-Anfrage.

Momentan beläuft sich die Mindesthandelsspanne auf 52 Cent. Mit Wirksamkeit des Gesetzes würde Prirschl gerne eine Erhöhung auf 58 Cent sehen, dann jährlich eine Steigerung von 4 Prozent. „Vier Prozent klingen im ersten Moment vielleicht viel, aber wir gehen von sinkenden Märkten aus, die Mengen gehen weiter zurück. Zudem kosten die Jugendschutzmaßnahmen jährlich zwei Millionen Euro“, argumentierte der Trafikanten-Vertreter.

„Eine Fortführung des mehrjährigen Tabaksteuermodells macht grundsätzlich Sinn und kann eine Win-Win Situation für das Budget und gleichermaßen die Branche sein“, sagte Ralf-Wolfgang Lothert, Sprecher der JTI-Geschäftsleitung, auf APA-Anfrage. „Wichtig ist dabei die Stellschrauben richtig zu stellen und auf eine Marktverträglichkeit zu achten“, forderte er.




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