Letztes Update am Di, 30.04.2019 15:23

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Venezuela - Spaniens Regierung: Blutbad vermeiden



Madrid/Washington/Caracas (APA/Reuters/dpa) - Die amtierende spanische Regierung hat am Dienstag dazu aufgerufen, friedliche Wahlen in Venezuela abzuhalten und ein Blutbad zu vermeiden. Madrid werde keinen Militärputsch unterstützen, auch wenn man Guaidó als legitimen Anführer für einen Übergang Venezuelas zur Demokratie ansehe, erklärte Regierungssprecherin Isabel Celaa.

Der amtierende spanische Regierungschef Pedro Sanchez verfolge die Ereignisse in Venezuela genau, fügte sie hinzu.

US-Präsident Donald Trump sei über die Lage in Venezuela informiert worden, teilte eine Sprecherin des Präsidialamtes mit. Die US-Regierung verfolge die Entwicklung. US-Außenminister Mike Pompeo erklärte laut CNN, die USA unterstützten in vollem Umfang die von Oppositionsführer Juan Guaidó ausgerufene „Operation Freiheit“.

Guaidó hat das Militär zur Unterstützung gegen Präsident Nicolás Maduro aufgefordert. In einer Videobotschaft per Twitter rief Guaidó am Dienstag zugleich die Schlussphase seines Machtkampfes mit Maduro aus. In dem Video war Guaidó mit Militärs und dem Oppositionspolitiker Leopoldo López zu sehen, der unter Hausarrest stand.

Maduros Regierung sprach von einem Putschversuch einer kleinen Gruppe „militärischer Verräter“. Der selbst ernannte Übergangspräsident Guaidó befand sich mit etwa 70 Militärs vor dem Luftwaffenstützpunkt La Carlota bei Caracas. Dort gingen Sicherheitskräfte mit Tränengas gegen ihn vor, wie ein Reuters-Reporter vor Ort beobachtete.




Kommentieren