Letztes Update am Di, 30.04.2019 16:14

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Kommission sieht Fortschritte bei europäischer Batterie-Allianz



Brüssel (APA) - Die EU-Kommission sieht Fortschritte bei der Europäischen Batterie-Allianz zur Förderung der Ansiedlung einer Batteriezellenproduktion in Europa. Der zuständige EU-Kommissionsvize Maros Sefcovic sagte am Dienstag nach einem Treffen der beteiligten EU-Länder in Brüssel, bisher habe die europäische Industrie mehr als 100 Mrd. Euro in Flaggschiff-Projekte angekündigt oder investiert.

Für Rohstoffe gebe es „beeindruckende Pläne“ in Schweden, Finnland und Portugal. Bei Chemikalien würden Belgien, Polen, Deutschland und Finnland eng zusammenarbeiten. In der Batteriezellen-Produktion gebe es ehrgeizige Vorhaben in Schweden, Frankreich, Deutschland, Italien und Tschechien. Und einen breiteren Ansatz bis zur Entwicklung von Software würden die Autohersteller in Deutschland, Frankreich, Spanien und der Slowakei verfolgen. Zum Recycling gebe es gute Pläne in Belgien, Deutschland und Polen. Sefcovic rief die EU-Staaten auf, die Arbeiten an der Batterie-Allianz zu beschleunigen.

Die deutsche Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Claudia Dörr-Voß, sagte nach der Sitzung: „Damit wir auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben, neue Arbeitsplätze schaffen und unseren Wohlstand sichern, wollen wir neueste Batterietechnologie mit ihren Innovationen in Deutschland und Europa.“ Das deutsche Wirtschaftsministerium sehe eine Milliarde Euro für die Förderung deutscher Teilvorhaben vor. Mehr als 30 Unternehmen hätten innovative Projektideen eingereicht und sich um eine Förderung beworben. Aus Österreich nahm kein Regierungsvertreter an dem Treffen teil.




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