Letztes Update am Di, 30.04.2019 20:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Trump: Europäer helfen nicht bei Rücknahme von gefangenen IS-Kämpfern



Washington (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat die europäischen Länder für ihren Umgang mit gefangenen Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kritisiert. Die europäischen Länder weigerten sich, „Gefangene aus ihren jeweiligen Ländern zurückzunehmen“, schrieb Trump am Dienstag auf Twitter. Er sprach von 1800 Gefangenen.

Derzeit würden Entscheidungen darüber getroffen, was mit ihnen passieren solle, erklärte er.

Mit der Rückeroberung der letzten Gebiete unter Kontrolle des IS in Syrien hatten die von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) Tausende Kämpfer der Terrormiliz gefangen genommen, darunter auch Ausländer. Die Kurden warnen, sie seien mit der großen Anzahl IS-Anhänger in den Gefangenenlagern überfordert, weil ihnen die Mittel fehlten. Sie appellierten an die Herkunftsländer der Kämpfer, sie zurückzunehmen. Auch die US-Regierung forderte das mehrfach. Viele Länder, darunter auch Deutschland, zeigen aber wenig Interesse daran.

Die deutschen Sicherheitsbehörden gingen Anfang April nach Angaben des deutschen Innenministeriums von 66 mutmaßlichen IS-Angehörigen aus Deutschland aus, die sich in Gefangenschaft im syrischen Kurdengebiet befinden. Gegen 21 von ihnen lagen demnach Haftbefehle vor. Hinzu kämen noch Dutzende Frauen und Kinder, heißt es aus Sicherheitskreisen.




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