Letztes Update am Mi, 01.05.2019 12:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Volksbank Vorarlberg steigerte 2018 Gewinn nach Steuern



Rankweil (APA) - Die Volksbank Vorarlberg hat den Konzerngewinn nach Steuern im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Jahr davor von 11,46 auf 12,95 Mio. Euro erhöht, wie aus einer Unternehmensmitteilung hervorgeht. Vor Steuern lag das Ergebnis mit 1,03 Mio. Euro aber massiv unter jenem des Vorjahrs (11,59 Mio. Euro).

Die Bilanzsumme wuchs von 2,19 auf 2,43 Mrd. Euro. Banken-Chef Gerhard Hamel sprach von einem „zufriedenstellenden Geschäftsjahr mit positiven Weichenstellungen für eine solide Zukunft“.

Das Jahresergebnis der Volksbank war den Angaben zufolge stark geprägt von den Verkäufen ihrer beiden Auslandsbeteiligungen - der Volksbank AG Schweiz (Closing am 28. Februar 2018) und der Volksbank AG Liechtenstein (Signing am 1. Oktober 2018, Closing am 7. März 2019). Die Differenz zwischen dem Vor- und dem Nach-Steuerergebnis war in großen Teilen auf das Ergebnis aus der Entkonsolidierung (10,34 Mio. Euro) zurückzuführen.

Der Liechtenstein-Verkauf werde auch in das Jahresergebnis des laufenden Geschäftsjahrs einfließen „und zu einem markanten Anstieg der Eigenmittelquote führen“, hieß es. 2018 lag die Eigenmittelquote bei 14,62 Prozent (2017: 14,38 Prozent). Der 2018 stark gestiegene Sachaufwand - der Verwaltungsaufwand zog um 4,8 Mio. Euro auf 40 Mio. Euro deutlich an - wurde auf Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem Verkauf der beiden Tochterbanken zurückgeführt. Nach der Veräußerung der Tochterbanken wolle sich die Volksbank Vorarlberg nun „auf ihre Stärken als etablierte Hausbank mit genossenschaftlichen Werten“ konzentrieren, erklärte Hamel in einer Presseaussendung.

Die Höhe der Forderungen der Volksbank Vorarlberg an ihre Kunden blieb 2018 auf dem Niveau von 2017, nämlich bei 1,56 Mrd. Euro. Die Kreditnachfrage im Inland sei allerdings um 7,8 Prozent gestiegen. Ebenfalls stabil blieb der Zinsüberschuss mit 24,87 Mio. Euro (2017: 24,85 Mio.), was angesichts des niedrigen Zinsniveaus positiv zu bewerten sei. Diese Entwicklung sei insbesondere ein Resultat des gesteigerten Neugeschäftsvolumens von 293 Mio. Euro (Wohnbau- und Kommerzkunden). Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kunden - dazu zählen Spar-, Sicht - und Termineinlagen - nahmen von 1,57 Mrd. Euro auf 1,23 Mrd. Euro ab.

Laut Hamel entwickelten sich im vergangenen Geschäftsjahr auch die beiden verbliebenen Tochtergesellschaften - Volksbank Vorarlberg Leasing und Volksbank Vorarlberg Immobilien - erfreulich. Die Immobilienmakler hätten mit 998.000 Euro an Provisionserträgen ein Rekordjahr verzeichnet, die Leasing-Gesellschaft wiederum habe ihr Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 567.000 auf 953.000 Euro gesteigert, so der Vorstandsvorsitzende.

Zur „Konzentration auf den Heimmarkt“ sagte Hamel, dass man den Kunden und die Beratungsqualität noch stärker in den Vordergrund rücken wolle. Die Herausforderung bestehe darin, den Ausbau der digitalen Produkte mit der nach wie vor essenziellen Kundennähe zu verbinden. „Wir wollen unseren Kunden das Beste aus beiden Welten bieten“, meinte Hamel und führte dazu geänderte Kassa-Öffnungszeiten sowie erweiterte Zeitfenster für Beratung an.

Die Volksbank Vorarlberg mit ihrer Zentrale in Rankweil (Bez. Feldkirch) besteht aus der Raiffeisen Landesbank sowie 18 selbstständigen Raiffeisenbanken. Mit 1.458 (2017: 1.515) Mitarbeitern werden 76 Bankstellen betrieben sowie 245.000 Privatkunden und 25.000 Firmenkunden betreut.




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