Letztes Update am Do, 02.05.2019 08:19

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Evangelischer Bischof: Synode wählt aus drei Kandidaten



Wien (APA) - Die evangelische Kirche A.B. in Österreich wählt am Samstag einen neuen Bischof. Der bisherige Amtsinhaber Michael Bünker geht nach seiner regulären Amtszeit von zwölf Jahren in Pension. Zur Wahl stehen drei Kandidaten: Der ehemalige Diakonie-Direktor Michael Chalupka, Kärntens Superintendent Manfred Sauer und der oberösterreichische Pfarrer Andreas Hochmeir.

Nominiert wurden die Kandidaten von den Superintendentialversammlungen, in denen die Delegierten der einzelnen Pfarrgemeinden in der jeweiligen Diözese zusammenkommen. Die Wahlsitzung der Synode findet im Wiener Albert-Schweitzer-Haus statt. Vor der Wahl werden sich die Kandidaten den über 60 Mitgliedern der gesamtösterreichischen Synode vorstellen. Die Wahl findet in geheimer Abstimmung statt, notwendig ist eine Zweidrittelmehrheit.

Chalupka wurde 1960 in Graz geboren, war Pfarrer in Mistelbach, steirischer Fachinspektor für Religionsunterricht, von 1994 bis 2018 Direktor der evangelischen Hilfsorganisation Diakonie und ist seitdem Geschäftsführer der Diakonie Bildung. Die zunehmende Säkularisierung und das Abdrängen von Glauben und Kirche ins Private hält Chalupka „für eine zentrale Herausforderung, vor der wir als Evangelische Kirche stehen.“

Hochmeir, 1974 in Wels geboren, ist seit 2004 Pfarrer im oberösterreichischen Wallern. 2012 wurde er zum Senior und damit zu einem der Stellvertreter des oberösterreichischen Superintendenten gewählt. Hochmeir will „der Mitte unserer Kirche ein Gesicht und eine Stimme geben“. Hier wolle er „integrativ und verbindend wirken und insbesondere die Gemeinden stärken, damit sie ausstrahlen in das Gemeinwesen und in die Gesellschaft.“

Sauer wurde 1960 in Bernstein (Burgenland) geboren und war ab 1987 Pfarrer in Pörtschach am Wörther See. 2001 wurde er zum Superintendenten der Diözese Kärnten/Osttirol gewählt, 2014 erfolgte die Wiederwahl. Als Bischof will Sauer, der sich schon vor zwölf Jahren bewarb, „den Dialog fördern und das Miteinander stärken“. Der zukünftige Bischof müsse versöhnte Verschiedenheit lebbar machen“, wie er mit Blick auf die Debatte zur Segnung homosexueller Paare schreibt.




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