Letztes Update am Do, 02.05.2019 08:53

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


OMV - Analysten erwarten weniger Gewinn im Startquartal 2019



Wien (APA) - Niedrige Umsätze und schwache Öl- und Gaspreise dürften dem heimischen Öl- und Gaskonzern OMV im ersten Quartal 2019 zu schaffen gemacht haben. Für die am Freitag zur Veröffentlichung stehenden Erstquartalszahlen erwarten Analysten von der Erste Group und der Raiffeisen Centrobank (RCB) deutlich weniger Gewinn.

Die von der APA befragten Experten erwarten den Nettogewinn des Öl- und Gaskonzerns bei 338 Mio. Euro. Dies würde einem deutlichen Rückgang von 16,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entsprechen. Das Betriebsergebnis (EBIT) dürfte den Schätzungen zufolge im Schnitt um 7,3 Prozent zurückgegangen sein und bei durchschnittlich 833,5 Mio. Euro liegen. Damit läge es auch unter den beiden vorangegangen Quartalen.

Saisonbedingt niedrigere Umsätze sowie schwache Raffineriemargen würden das Ergebnis belasten, schreibt der Experte der Erste Group Tamas Pletser. Der zu 36 Prozent der OMV gehörende Chemiekonzern Borealis dürfte unter niedrigen Petrochemiemargen gelitten haben. Zudem habe die OMV kein Öl aus Libyen verkauft, obwohl die Produktion seit März wieder läuft, so Pletser weiter. Die Öl- und Gaspreise seien nach unten ausgeschert.

Ein Zuwachs beim Umsatz dürfte vor allem durch zwei Zukäufe im Gas-Sektor in jüngster Zeit zustande gekommen sein. Hier schätzen die Analysten im Mittel einen Anstieg um 15,6 Prozent auf 5,8 Mrd. Euro. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte der Umsatz noch 4,9 Mrd. Euro betragen.

OMV - Analystenschätzungen für das 1. Quartal 2019 (in Mio. Euro):

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Schnitt Vorjahr +/- Umsatz 5.754,00 4.977,00 15,6% EBIT 833,50 899,00 -7,3% Nettogewinn 338,00 406,00 -16,7% ~

~ ISIN AT0000743059 WEB http://www.omv.com ~ APA078 2019-05-02/08:45




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