Letztes Update am Do, 02.05.2019 09:44

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Carige-Kommissäre dementieren massive Jobkürzungen bei der Bank



Rom (APA) - Die drei von der Europäische Zentralbank (EZB) eingesetzten Kommissäre, die mit der Rettung des angeschlagene Geldhauses Banca Carige beauftragt wurden, haben in einem Schreiben an die Gewerkschaften Gerüchte dementiert, nach denen im Fall einer Übernahme des Geldhauses durch den US-Vermögensverwalter Blackrock die Hälfte der Jobs wegfallen könnte.

Die Indiskretionen bezüglich drakonischer Stellenkürzungen seien vollkommen haltlos, teilten die drei Kommissäre, Fabio Innocenzi, Raffaele Lener und Pietro Modiano, in einer Mitteilung mit. Die Gerüchte über Jobstreichungen hatten bei den Gewerkschaften Alarm ausgelöst.

Am kommenden Montag tagt der von heimischen Geldhäusern getragene Einlagensicherungsfonds. Dabei geht es unter anderem darum, ob sich die Institute an der Seite eines Investment-Fonds von Blackrock an der Krisenbank beteiligen. Bis zum 17. Mai soll Blackrock sein Angebot für Carige offiziell unterbreiten. Der BlackRock-Fonds ist der einzige Kaufinteressent.

Die EZB hatte das Institut mit Sitz in Genua zu Jahresbeginn unter Zwangsverwaltung gestellt. Zuvor war eine geplante Kapitalerhöhung am Widerstand der Familie Malacalza, dem Großaktionär der Bank, gescheitert. Nun wird ein Käufer gesucht.

Italienische Geldhäuser waren Carige bereits im November zur Seite gesprungen. Sie erwarben eine 320 Mio. Euro schwere Hybridanleihe, mit der die Bank ihr Kapital stärken wollte. Eine Umwandlung in Eigenkapital würde den Rettungsplan unterstützen.




Kommentieren