Letztes Update am Do, 02.05.2019 10:35

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


1. Mai - Mehr als 100 Festnahmen und 30 Verletzte in Berlin



Berlin (APA/dpa/AFP) - Bei den Demonstrationen zum 1. Mai in Berlin sind nach vorläufigen Zahlen mehr als 100 Menschen festgenommen und etwa 30 verletzt worden. Das sagte ein Sprecher der Polizei Donnerstagfrüh in der deutschen Hauptstadt.

Die Berliner Polizei zog dennoch eine positive Bilanz. „Unsere Strategie war grundsätzlich erfolgreich“, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Einzig am Endpunkt der „Revolutionären 1. Mai Demonstration“ von Anhängern der linken Szene im Stadtteil Friedrichshain seien am Mittwochabend rund 30 Polizisten verletzt worden. Insgesamt seien 90 bis 100 Protestteilnehmer festgenommen worden.

Das sei eine deutliche Zahl, aber nicht übermäßig viel, sagte Slowik im RBB. Nach Ende der Demonstration warfen Teilnehmer Flaschen in Richtung der Polizisten und zündeten Feuerwerkskörper, wie eine AFP-Reporterin beobachtete. Zu den Unruhen sei es gekommen, weil die Menge weiter in den angrenzenden Stadtteil Kreuzberg ziehen wollte. „Das konnten wir nicht ermöglichen“, sagte die Polizeipräsidentin.

Denn die Polizei wollte die geschlossene Versammlung nicht zu dem Stadtteilfest Myfest lassen, das zeitgleich in Kreuzberg stattfand. In der Vergangenheit hatte auch die Demonstration der linken Szene meist in Kreuzberg stattgefunden.

Die Demonstration war wie auch im vergangenen Jahr nicht offiziell angemeldet. Nach Polizeiangaben nahmen rund 5.000 Anhänger der linken Szene an dem Protest teil. Die Demonstranten zogen auch durch die Rigaer Straße, in der es regelmäßig Ausschreitungen zwischen Polizisten und Linken gibt. Ein Teil der Rigaer Straße war wegen einer Baustelle abgesperrt worden und nicht passierbar.




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