Letztes Update am Do, 02.05.2019 13:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Skopje bereitet sich intensiv auf Papstbesuch vor



Skopje/Vatikanstadt (APA) - Die nordmazedonische Hauptstadt Skopje bereitet sich auf den ersten Papstbesuch vor. Bürger, die der Papstmesse auf einem zentral gelegenen Platz beiwohnen wollen, können laut Medienberichten die Eintrittskarten noch bis Freitag besorgen. Erwartet werden rund 15.000 Gläubige. Auf dem Platz „Makedonija“ laufen unterdessen die letzten Vorbereitungen, meldeten Medien.

So befindet sich dort die Papstbühne im Bau. An mehreren Stellen der Stadt werden an die Bürger schon seit einigen Tagen Flugblätter mit den Sicherheitsregeln verteilt, die während des eintägigen Papstbesuches gelten sollen.

Papst Franziskus soll auf dem Flughafen von Skopje von Präsident Gjorge Ivanov und Premier Zoran Zaev empfangen werden. Die offiziellen Gespräche werden daraufhin im Präsidentenamt im Stadtviertel Vodno, abseits des Stadtzentrums, stattfinden.

Auf dem Programm steht auch ein Besuch des Papstes in der Gedenkstätte der in Skopje als Anjeze Gonxhe Bojaxhiu geborenen Mutter Teresa (1910-1997). Die katholische Ordensfrau, eine ethnische Albanerin, hatte sich in Indien jahrzehntelang um die „Ärmsten der Armen“ gekümmert und mehrere Orden gegründet. 1979 erhielt sie den Friedensnobelpreis, 2016 wurde sie heiliggesprochen.

Nach Worten von Arian Aslani, Leiter des Mutter-Teresa-Hauses, einer Gedenkstätte für die Ordensfrau in der Nähe der Stelle, wo sich einst ihr Geburtshaus befand, werden am Dienstag in Skopje Tausende Gläubiger aus der ganzen Region erwartet.

Am 5. und 6. Mai wird das katholische Kirchenoberhaupt die bulgarische Hauptstadt Sofia sowie die Kleinstadt Rakowski besuchen, ehe er nach Skopje kommt. Zum Papstbesuch kommt es heuer, weil sich die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Skopje und dem Vatikan zum 25. Mal jährt. Das Balkanland trägt seit Februar den Namen Nordmazedonien. Dadurch wurde der jahrelange Namensstreit zwischen Skopje und Athen im Juli 2018 gelöst.




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