Letztes Update am Do, 02.05.2019 17:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kriminalstatistik - Weniger Delikte, höhere Aufklärungsquote in Vbg.



Bregenz (APA) - In Vorarlberg hat die Zahl der angezeigten Delikte im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent auf 19.875 (2017: 20.037) abgenommen. Gleichzeitig wurde die Aufklärungsquote um 3,9 Prozentpunkte auf den österreichweiten Bestwert von 63,9 Prozent gesteigert. Angesichts dieser Entwicklung zeigte sich Landespolizeidirektor Hans-Peter Ludescher beim entsprechenden Pressetermin am Donnerstag „sehr zufrieden“.

Hinsichtlich der Delikt-Anzahl berichtete Ludescher vom drittbesten Wert in den vergangenen zehn Jahren, die Aufklärungsquote war die höchste in der jüngeren Vergangenheit. Noch vor fünf Jahren hätte man kaum geglaubt, dass die 60 Prozent-Marke zu schaffen ist, so der Polizeidirektor, der den Erfolg auf „die hervorragende Arbeit der Polizisten“ zurückführte. Ludescher zeigte sich „sehr froh“ darüber, dass im Land eine stabile Sicherheitslage gegeben sei, „auch wenn wir wissen, dass das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nicht immer mit der objektiven Sicherheitslage übereinstimmt“.

Die Zahl der ausgeforschten Tatverdächtigen stieg im vergangenen Jahr von 13.055 auf 15.000 an. 6.158 (41,1 Prozent) davon waren keine österreichischen Staatsbürger. „Das ist ein relativ hoher Wert, der in den vergangenen Jahren stark angestiegen ist“, stellte dazu Ludescher fest. Die meisten nicht-österreichischen Tatverdächtigen stammten aus Deutschland (1.354), der Türkei (881), Rumänien (587) sowie aus Russland (340) und Serbien (336).

Über die Hälfte der Anzeigen entfiel auf den Deliktbereich der „strafbaren Handlungen gegen fremdes Vermögen“ (10.186, minus 2,1 Prozent gegenüber 2017). So nahm etwa die Zahl der Einbruchsdiebstähle in Wohnräume um 86 auf 315 (plus 37,6 Prozent) zu. Diese Entwicklung habe sich seit dem vergangenen Herbst aber wieder stark beruhigt, betonten Ludescher und Philipp Stadler vom Landeskriminalamt. Gerade weil dieser Bereich besonders wichtig für das subjektive Sicherheitsgefühl sei, schenke man ihm große Aufmerksamkeit. 4.269 Anzeigen (4.325, minus 1,3 Prozent) betrafen „strafbare Handlungen gegen Leib und Leben“, darunter 3.680 Gewaltdelikte (2017: 3.643). Stadler sprach diesbezüglich von einem „recht stabilen Niveau“.

Zugenommen haben die Internet- und die Suchtgiftkriminalität. Im Internet sei es in den vergangenen Monaten etwa verstärkt zu Erpressungsversuchen gekommen, stellte Stadler fest. Bei der Suchtgiftkriminalität nahm die Zahl der Anzeigen auf 1.843 (2017: 1.604) zu. „Je mehr Kontrollen, desto mehr Anzeigen“, sagte dazu Stadler. Der Fokus liege dabei darauf, Dealern das Handwerk zu legen.




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