Letztes Update am Do, 02.05.2019 19:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fünf deutsche Unternehmen bei Grundsteinlegung in Yad Vashem



Jerusalem (APA/dpa) - Repräsentanten fünf deutscher Unternehmen haben am Donnerstag in Jerusalem an der Grundsteinlegung für einen Erweiterungsbau in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem teilgenommen. Insgesamt fünf Millionen Euro spenden der Fußballclub Borussia Dortmund (BVB), Daimler, die Deutsche Bahn, die Deutsche Bank und Volkswagen für das neue Gebäude.

Die Vertreter waren zum Holocaust-Gedenktag nach Israel gereist, um bei der zentralen Veranstaltung in Yad Vashem anwesend zu sein.

Insgesamt kostet das „Haus der Erinnerungen“ laut Yad Vashem rund 29,5 Millionen Euro. Es dient dem Gedenken an sechs Millionen Juden, die während des Holocaust von den deutschen Nationalsozialisten und ihren Helfern ermordet wurden.

„Das ist eines der ganz zentrale Projekte für Yad Vashem, in einer Zeit, in der Yad Vashem immer mehr Zeugnisse von Holocaust-Überlebenden erhält“, sagte Kai Diekmann, Journalist und Vorsitzender des deutschen Freundeskreises Yad Vashem, am Donnerstag in Jerusalem. Es handele sich um „Bruchstücke von Erinnerungen“, etwa Fotos, Briefe oder Kleidungsstücke. Auf dem Gelände der Gedenkstätte fehle der Raum, diese vielen Erinnerungsstücke angemessen aufzubewahren. Deshalb solle das neue Gebäude „in den Berg gegraben werden“.

Baubeginn für das rund 4200 Quadratmeter große Erinnerungszentrum soll im August diesen Jahres sein. Die Bauarbeiten sollen nach Angaben von Yad Vshem drei bis vier Jahre dauern.

Mehr als eine Million Menschen besuchen jährlich Yad Vashem als weltweit größte Gedenkstätte an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.




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