Letztes Update am Fr, 03.05.2019 21:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Drei Palästinenser im Gazastreifen bei Konfrontationen getötet



Gaza (APA/dpa) - Drei Palästinenser sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza am Freitag bei Protesten an der Grenze zu Israel und bei israelischen Luftangriffen getötet worden. 50 weitere Palästinenser seien verletzt worden. Nach Angaben der israelischen Armee wurden zudem zwei israelische Soldaten an der Grenze durch Schüsse verletzt.

Als Reaktion habe Israels Luftwaffe einen Militärposten der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas angegriffen. Der militärische Hamas-Flügel teilte mit, zwei seiner Mitglieder seien bei dem israelischen Luftangriff getötet worden. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums handelte es sich um zwei Männer im Alter von 29 und 33 Jahren. Ein Sprecher des Ministeriums teilte weiter mit, zudem sei ein 19-jähriger Palästinenser bei Protesten an der Grenze im südlichen Gazastreifen durch einen Schuss in den Bauch getötet worden. 50 weitere Palästinenser - darunter zwölf Kinder und zwei Frauen sowie drei Sanitäter und eine Journalistin - seien verletzt worden.

Die militanten Palästinenserfraktionen im Gazastreifen teilten in einer gemeinsamen Stellungnahme mit, man werde den Tod der drei Palästinenser rächen.

Zuletzt waren die Spannungen zwischen Israel und den militanten Palästinenserorganisationen im Gazastreifen erneut eskaliert. Militante Palästinenser feuerten Raketen auf Israels Gebiet, Israels Luftwaffe bombardierte Ziele in dem Küstenstreifen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind bei teilweise gewaltsamen Protesten seit März vergangenen Jahres mehr als 270 Palästinenser getötet und Tausende verletzt worden.

Israel hat seit mehr als zehn Jahren eine Blockade über den Küstenstreifen verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Die Maßnahme wird mit Sicherheitserwägungen begründet. Die Hamas wird von Israel, USA und EU als Terrororganisation eingestuft.




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