Letztes Update am Fr, 03.05.2019 21:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Franzose steigt nach Atlantik-Überquerung in Tonne auf Tankschiff um



Bordeaux (APA/AFP) - Nach einer Atlantiküberquerung in einer Art Tonne ist ein 72-jähriger Franzose auf ein Tankschiff umgestiegen, um auf der niederländischen Karibikinsel Sint Eustatius wieder an Land zu gehen. „In einigen Tagen werde ich vielleicht realisieren, dass ich 5.800 Kilometer spazieren gefahren bin“, schrieb der Abenteuer Jean-Jacques Savin am Freitag an Bord des Tankers „Kelly Anne“ in einer E-Mail.

Das Tankschiff, das unter der Flagge Singapurs fährt, soll seinen Angaben zufolge am Sonntag auf Sint Eustatius ankommen. Dort will Savin sich dann ein anderes Schiff suchen, das ihn zur französischen Insel Martinique mitnimmt, wo er von seiner Familie und Freunden erwartet wird.

Savin war am 26. Dezember von der spanischen Kanaren-Insel El Hierro in Richtung Karibik in See gestochen. Am 27. April hatte er sein Abenteuer für beendet erklärt, nachdem er den Längengrad zur Karibik überquert hatte. Für die Atlantiküberquerung, bei der seine Tonne nur durch Strömung und Wind angetrieben wurde, brauchte der frühere Fallschirmjäger nach eigenen Angaben 122 Tage.

Auf sein Abenteuer hatte sich Savin monatelang vorbereitet. Seine orangefarbene Tonne hatte er sich in einer französischen Werft eigens für die Überfahrt anfertigen lassen. Sie ist knapp drei Meter lang und 2,10 Meter breit. Am meisten genoss Savin auf seinen sechs Quadratmetern die „wunderbaren“ Sonnenauf- und -untergänge über dem Meer, wie er von unterwegs schrieb.

Ursprünglich sollte die Überquerung drei Monate dauern, doch die Passatwinde machten Savin einen Strich durch die Rechnung. Zwischendurch war er Stürmen ausgesetzt und kollidierte beinahe mit einem Frachtschiff.




Kommentieren