Letztes Update am Sa, 04.05.2019 06:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


8. Mai - „Fest der Freude“ widmet sich Bedeutung der Menschenrechte



Wien (APA) - Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) veranstaltet am 8. Mai zum Gedenken an die Opfer und das offizielle Endes des 2. Weltkrieges zum siebenten Mal das „Fest der Freude“ mit einem Konzert der Wiener Symphoniker auf dem Heldenplatz. Neben dem Tag der Befreiung stehen inhaltlich Europa und Menschenrechte im Zentrum. Höhepunkt des Festaktes bildet die Rede des KZ-Überlebenden Shaul Spielmann.

Spielmann wird hierfür extra aus Israel anreisen. Der gebürtige Wiener wurde 1942 verhaftet und deportiert, er überlebte sechs Konzentrationslager. In seinem lebenslangen Engagement als Zeitzeuge erinnert er an die Grausamkeiten des Naziterrors und fordert gleichzeitig zu Solidarität auf.

Eröffnet wird der Festakt durch MKÖ-Vorsitzenden Willi Mernyi und mit einer Rede von Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Zudem werde es Statements von Botschaftern der Befreiernationen, der Europäischen Kommission, der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), des Vereins Gedenkdienst und dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) geben. Moderiert wird die Veranstaltung von Katharina Stemberger.

Die Wiener Symphoniker erhalten bei ihrem Gratiskonzert am Abend am Heldenplatz Unterstützung von Conchita, die zum Abschluss Beethovens „Ode an die Freude“ intoniert. Das am Platz angrenzende Haus der Geschichte Österreich (hdgö) in den Räumen der Hofburg lockt zugleich bei freiem Eintritt und mit verlängerten Öffnungszeiten in seine Ausstellung.

Und bereits zwei Tage vor den offiziellen Feierlichkeiten lädt das MKÖ ins Wiener Top-Kino. Dort ist der Dokumentarfilm „Destination Unknown“ von Regisseur Llion Roberts erstmals in Österreich zu sehen. Erzählt wird darin die Geschichte des Holocaustüberlebenden Ed Mosberg, der an diesem Abend anwesend ist.

Auch dieses Jahr überträgt ORF III live vom Wiener Heldenplatz. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Am 8. Mai jährt sich die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht und damit des offiziellen Endes des 2. Weltkrieges in Europa zum 74. Mal. Das erste Mal wurde das „Fest der Freude“ im Jahr 2013 begangen, das als Antwort auf das umstrittene „Totengedenken“ des Wiener Korporationsringes vom Mauthausen Komitee organisiert wurde.




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