Letztes Update am Sa, 04.05.2019 11:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kunstbiennale Venedig: Quinn bringt wieder Riesenhände in die Lagune



Venedig (APA) - Der Bildhauer Lorenzo Quinn, Sohn des verstorbenen US-Starschauspielers Anthony Quinn, kehrt wieder mit einer neuen, aufsehenerregenden Installation nach Venedig zurück. „Building Bridges“ heißt sein Werk, das am kommenden Donnerstag im Rahmen der Kunstbiennale Venedig (11. Mai bis 24. November) auf dem alten Industrie- und Werftgelände Arsenale gezeigt wird.

Die Installation, die am Donnerstag mit einem Konzert des Startenors Andrea Bocelli eingeweiht wird, sorgt bereits für Aufsehen in der Lagunenstadt. Sechs riesige, 15 Meter hohe Händepaare, die sich vereinen, bilden ein Tor über das Wasser und symbolisieren Einheit, berichtete die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Samstagsausgabe).

„Die Händepaare sind das Symbol für all das, was vereint. Hände stehen im Mittelpunkt meiner Arbeit. Mit Händen können wir alles tun, das Gute wie das Übel. Wir können mit den Händen Kunst schaffen und unsere Kinder streicheln. Ohne Hände können wir nicht handeln. In dieser Epoche müssen wir zusammenarbeiten und zwar mit den Händen“, so der 52-jährige Künstler, der in Barcelona lebt.

Lorenzo Quinn hatte bereits vor zwei Jahren Venedig mit seiner Installation „Support“ begeistert. Zwei riesige weiße Hände, die aus dem Canal Grande ragten und ein Haus hielten - wurden in Venedig zur Touristenattraktion. Mit seiner Installation wollte Quinn zum Thema Klimawandel sensibilisieren, der durch ansteigende Wasserstände auch historische Bauten in Venedig gefährdet.

Quinn hat eine enge Beziehung zu Venedig. Seine Mutter ist die Venezianerin Jolanda Addolori, die zweite Frau von Anthony Quinn. Aus Venedig stammt auch Lorenzo Quinns Frau. „Venedig ist eine Stadt ohne Grenzen, eine Stadt der Brücken, die der Welt offen ist“, sagte der Künstler.




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