Letztes Update am Mo, 06.05.2019 06:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


20 Jahre Linzer Pop-BORG - „Anstifter“ für Folkshilfe und Krautschädl



Linz (APA) - Was haben Folkshilfe, Krautschädl, Xing, Marco Kleebauer von Leyya sowie Mitglieder von Bilderbuch und der Parov Stelar Band gemeinsam? Sie alle haben ihr Rüstzeug für den Erfolg am Linzer Pop-Borg, dem in seiner Art österreichweit einzigartigen Oberstufenrealgymnasium für Popular- und Computermusik, gelernt. Am 16. Mai wird der 20. Geburtstag dieses Schulzweigs mit einem Konzert gefeiert.

1999 hat der Schlagzeuglehrer des schon bestehenden Musikzweiges, Wolfger Buchberger, den eigenen Pop-Zweig ins Leben gerufen. Eigentlich sei es nicht schwer gewesen, er habe „in ein Vakuum gestoßen“. Austropop war seit Jahren verpönt, wurde im Radio nicht mehr gespielt. Das habe er ändern wollen. Seine Vision: „An uns kann die Szene nicht vorbei.“ Und das hat er in seinen 20 Jahren als Koordinator des Pop-BORG dann auch tatsächlich geschafft. Ab dem zehnten Jahr habe es funktioniert, dass erste Bands aus Oberösterreich Hits landeten. Den Anfang machten The Beth Edges, später Vera Böhnisch.

Dieser Erfolg kommt jedoch nicht von ungefähr, gepaart mit Talent lernen die Schüler das Pop-Business in den vier Jahren Oberstufe bis zur Matura von der Pike auf: Zwei Stunden pro Woche stehen Harmonielehre, Arrangement, Musikgeschichte, Urheberrecht, Livekonzert auf dem Stundenplan. Ebenfalls zwei Wochenstunden gibt es Instrumental- bzw. Gesangsunterricht. Seit vergangenem Schuljahr wird auch das „Instrumentenfach“ Computer gelehrt. Ab dem zweiten Schuljahr kommen noch zwei Einheiten Ensemble sowie Musikelektronik hinzu.

Buchberger und seine Lehrerkollegen sehen sich in erster Linie als „Ermöglicher“. „Wir stiften an“ zur Kreativität. Darin sieht er auch den großen Unterschied etwa zu diversen Casting-Shows für Nachwuchstalente. „Damit haben wir nichts zu tun“, denn der Zugang der Schule zur Popmusik sei nicht „ich will ein Stars sein“. Vielmehr verfolge man das Ziel, „in jedem Musikschüler eine eigene Identität zu wecken“. Und um Gleichgesinnte für die Zeit nach der Matura für eine Musikkarriere zusammenzubringen. So sind dann auch etwa Krautschädl oder Folkshilfe entstanden. Keine Frage natürlich, dass sie beim Klassentreffen der besonderen Art mit Leyya und Xing, dem Jubiläumskonzert zu 20 Jahre Pop-Borg am 16. Mai ab 20 Uhr im Linzer Posthof dabei sein werden.




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