Letztes Update am Mo, 06.05.2019 08:37

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Chinas Börsen unter Druck - Yen als sicherer Hafen gefragt



Frankfurt/Shanghai (APA/Reuters) - Anleger in China haben am Montag wegen des drohenden Scheiterns der Handelsgespräche zwischen Peking und Washington die Flucht ergriffen. Das wichtigste Börsenbarometer CSI300 und der Shanghai-Composite-Index brachen jeweils um mehr als 6 Prozent ein. Der Hang-Seng-Index in Hongkong rutschte um 3 Prozent ab. In Japan und Südkorea blieben die Börsen wegen Feiertagen geschlossen.

„An den Märkten wird die Situation jetzt neu bewertet, weil man bislang davon ausgegangen war, dass die Verhandlungen ihrem Ende zugehen“, sagte Analyst Ken Cheung von der Mizuho Bank in Hong Kong.

Am Wochenende war der Streit zwischen den USA und China um höhere Warenzölle eskaliert. US-Präsident Donald Trump hatte überraschend für kommenden Freitag eine Erhöhung von Importzölle für bestimmte chinesische Produkte auf 25 Prozent angekündigt. „Die große Frage ist nun, ob das eine von Trumps berüchtigten Verhandlungstaktiken ist oder ob es wirklich zu einer solch deutlichen Zollerhöhung kommen wird“, sagte Analyst Nick Twidale vom Brokerhaus Rakuten Securities. „Falls es letzteres sein sollte, wird das weltweit auf die Börsen erheblichen Druck ausüben.“

Die chinesische Landeswährung Yuan fiel mit 6,7994 Dollar auf den niedrigsten Stand seit dreieinhalb Monaten. Als sicherer Hafen gefragt war hingegen der japanische Yen, der auf den höchsten Stand seit fünf Wochen kletterte.




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