Letztes Update am Mo, 06.05.2019 08:37

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung klar schwächer erwartet



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Verschärfung des Handelsstreits zwischen China und den USA dürfte den europäischen Leitbörsen zu Wochenbeginn den bereits länger erwarteten Rückschlag bringen. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 wird am Montag um 1,22 Prozent schwächer erwartet. In London dürfte der FTSE-100 hingegen etwas fester eröffnen.

Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisiert ein Minus von 1,47 Prozent auf 12.230 Punkte. Am Freitag war dem DAX der Sprung über die 12.400er Marke gelungen. In der Folge konnte ein neues Jahreshoch markiert werden.

Unmittelbar vor einer neuen Runde in den seit Monaten laufenden Handelsgesprächen hatte der US-Präsident Donald Trump am Wochenende überraschende ankündigt, die bereits geltenden Sonderzölle auf Wareneinfuhren aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar würden schon von diesem Freitag an von bisher 10 auf 25 Prozent erhöht. Chinas Börsen knickten daraufhin am Morgen deutlich ein.

Die Verhandlungen kämen zu langsam voran, begründete Trump seine neuerliche Verschärfung des Konflikts. China versuche nachzuverhandeln, das wolle er nicht zulassen. Die Führung in Peking erwägt nun laut Medienberichten eine Absage der für Mittwoch in Washington geplanten Handelsgespräche.

Konjunkturseitig stehen in der Eurozone zunächst die Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungsgewerbes des Monats April im Fokus der Marktteilnehmer. Die Vorabschätzungen zu den Werten in Deutschland, Frankreich und der gesamten Eurozone zeige bereits, dass es vor allem der Servicesektor sei, der das BIP-Wachstum im positiven Bereich hält, während die Industrieindikatoren weiterhin an oder unter der Wachstumsschwelle liegen, schreiben die Experten der Helaba-Bank.

Auch in dieser Woche wird die sich fortsetzende Berichtssaison eine große Rolle spielen. In Luxemburg dürften die Aktien von Stabilus deutlich absacken. Der Autozulieferer hat nach dem schwachen zweiten Geschäftsquartal seine Gewinnziele für das Gesamtjahr erneut gesenkt.

In Frankfurt dürften vor allem die konjunktursensiblen Chipwerte unter den schlechten Nachrichten aus Übersee leiden. Zudem präsentieren noch einige Unternehmen Geschäftszahlen. So verdiente der Medizintechnikhersteller Carl Zeiss Meditec im ersten Geschäftshalbjahr vor allem dank der ungebrochenen Nachfrage nach Lasern zur Sehschärfenkorrektur gut. Das Unternehmen sieht sich deshalb auf einem guten Weg, seine erst kürzlich angehobenen Ziele im Gesamtjahr zu erreichen. Die Aktien notierten auf der Handelsplattform Tradegate gegen den negativen Trend 2 Prozent über dem Xetra-Schlussstand vom Freitag.

Mit einem Dividendenabschlag gehandelt werden schließlich die Papiere des Chemiekonzerns BASFund des Versorgers RWE.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA061 2019-05-06/08:34




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