Letztes Update am Mo, 06.05.2019 09:50

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen nach drohender Zoll-Streit-Eskalation klar tiefer



Frankfurt am Main (APA) - Die Verschärfung des Handelsstreits zwischen China und den USA hat den europäischen Leitbörsen am Montag den bereits länger erwarteten Rückschlag gebracht. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.40 Uhr mit minus 1,71 Prozent oder 59,96 Punkte bei 3.442,52 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt fiel um 1,46 Prozent oder 180,62 Zähler auf 12.232,13 Punkte. Am Freitag war dem DAX der Sprung über die 12.400er Marke gelungen. In der Folge konnte ein neues Jahreshoch markiert werden. In London wird aufgrund des „Early May Bank“ Feiertags nicht gehandelt.

Unmittelbar vor einer neuen Runde in den seit Monaten laufenden Handelsgesprächen hatte US-Präsident Donald Trump am Wochenende überraschend ankündigt, die bereits geltenden Sonderzölle auf Wareneinfuhren aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar würden schon von diesem Freitag an von bisher 10 auf 25 Prozent erhöht. Chinas Börsen knickten daraufhin am Morgen deutlich ein. Der Vize-Ministerpräsident und Verhandlungsführer Liu He erwägt nun eine Absage der für Mittwoch in Washington geplanten Handelsgespräche.

Vor allem die konjunktursensiblen Chipwerte dürften unter den schlechten Nachrichten aus Übersee leiden. So verloren Sicroelectronics 3,32 Prozent und Dialog Semiconductor um über vier Prozent.

Zudem präsentieren noch einige Unternehmen Geschäftszahlen. In Luxemburg sackten die Aktien von Stabilus deutlich um 6,94 Prozent ab. Der Autozulieferer hat nach dem schwachen zweiten Geschäftsquartal seine Gewinnziele für das Gesamtjahr erneut gesenkt.

Außerdem verdiente der Medizintechnikhersteller Carl Zeiss Meditec im ersten Geschäftshalbjahr vor allem dank der ungebrochenen Nachfrage nach Lasern zur Sehschärfenkorrektur gut. Das Unternehmen sieht sich deshalb auf einem guten Weg, seine erst kürzlich angehobenen Ziele im Gesamtjahr zu erreichen. Die Aktien notierten im schwachen europäischen Umfeld um 1,43 Prozent tiefer.

Mit einem Dividendenabschlag gehandelt präsentierten sich die Papiere des Chemiekonzerns BASF (minus 7,16 Prozent) und des Versorgers RWE (minus 2,61 Prozent) in der Verlustzone.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA084 2019-05-06/09:48




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