Letztes Update am Mo, 06.05.2019 12:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Wahl: Platter und Schramböck sehen Karas genug unterstützt



Innsbruck (APA) - Tirols Landeshauptmann Günther Platter und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (beide ÖVP) teilen nicht die Ansicht von Ex-EU-Kommissar Franz Fischler, dass die ÖVP ihren EU-Spitzenkandidaten Othmar Karas zu wenig unterstützt. „Das ist nicht der Fall“, sagte Platter am Montag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Die gesamte Volkspartei unterstütze Karas, assistierte indes Schramböck.

Platter verwies zudem auf den Wahlkampfauftakt der ÖVP am vergangenen Samstag, bei dem Karas mit seiner Rede klar im Mittelpunkt gestanden sei. Der Landeshauptmann und ÖVP-Landesparteichef teilte auch nicht Fischlers Kritik, dass FPÖ-Spitzenkandidat Harald Vilimsky mehr oder weniger unwidersprochen behaupten könne, er sei der Regierungskandidat für die Wahl. „Vilimsky ist nicht der gemeinsame Kandidat der Bundesregierung. Eine solche Vereinnahmung würden wir nie zulassen“, erklärte Platter. Dies wäre „unerträglich“.

Ansonsten habe Bundeskanzler Sebastian Kurz, was rechtsextreme Ausfälle betrifft, immer „sehr klar eine rote Linie gezogen“, so Platter. ÖVP und FPÖ seien „unterschiedliche Parteien mit unterschiedlichen Zugängen“, meinte der Landeshauptmann. Die vehemente Kritik Fischlers an der FPÖ sah Schramböck indes womöglich in dessen damaligen Erfahrungen als EU-Kommissar während der Zeit der ersten schwaz-blauen Bundesregierung begründet.

Platter und die Tiroler ÖVP starteten am Montag ihrerseits den „Intensivwahlkampf“ für die EU-Wahl und rührten dabei vor allem für ihre Kandidatin Barbara Thaler die Werbetrommel. Diese ist auf Platz acht der ÖVP-Bundesliste gereiht. Platter zeigte sich davon „überzeugt“, das Thaler den Sprung in das EU-Parlament schaffen werde. Es gelte nun, um jede Vorzugsstimme zu kämpfen.

Auch habe er ein „gutes Gefühl“, dass die ÖVP als Sieger aus der EU-Wahl hervorgehen werde. In Tirol will der ÖVP-Landeschef jedenfalls „deutlich zulegen“. Bei der EU-Wahl 2014 hatte die Volkspartei im Bundesland 32,40 Prozent erreicht.




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