Letztes Update am Mo, 06.05.2019 13:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europa-Feiertag statt 1. Mai - Absage von Gewerkschaft



Wien (APA) - Auf wenig Gegenliebe ist der Vorschlag von NEOS-EU-Spitzenkandidatin Claudia Gamon, statt des „Tags der Arbeit“ (1. Mai) einen neuen Europa-Feiertag am 8. Mai zu etablieren, bei den Gewerkschaften gestoßen. Die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) bezeichnete ihn als „groben Unfug“. Die Dienstleistungsgewerkschaft vida ortete in dem Vorstoß „Profitwahn“.

„Die NEOS offenbaren sich immer mehr als Tochterunternehmen und Flügelkämpfer der ins Neoliberale abgedrifteten Kurz-ÖVP“, so vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit. Der Bundesregierung sei das Thema offenbar zu heiß, daher schicke sie ihre „politische Filiale“ vor. Schließlich hätten die Pinken bereits bei der Ausweitung der Arbeitszeit und der Einführung der 60-Stunden-Woche als Steigbügelhalter im Nationalrat fungiert.

Der Vorschlag zeuge von geringem Geschichtswissen über den internationalen „Tag der Arbeit“, bemängelte wiederum FSG-Chef Rainer Wimmer, der darauf verwies, dass heuer in Österreich und in ganz Europa am 1. Mai zigtausende Menschen marschiert sind. Derartige Wahlkampfforderungen seien „völlig daneben“ und lenkten von den eigentlichen Herausforderungen ab.




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