Letztes Update am Mo, 06.05.2019 19:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Börsen im Verlauf schwach, Handelsstreit mit China belastet



New York (APA) - Die New Yorker Aktienbörsen haben am Montag im Verlauf weiterhin schwach tendiert. Der wieder eskalierende Zollstreit hat der Wall Street zugesetzt, die Indizes entfernten sich mittlerweile aber etwas von den Tagestiefs.

Gegen 19.00 Uhr notierte der Dow Jones mit einem Abschlag von 226,35 Zählern oder 0,85 Prozent bei 26.278,60 Punkten. Der S&P-500 Index lag 29,50 Punkte oder 1,00 Prozent im Minus bei 2.916,14 Zähler. Der Nasdaq Composite Index ermäßigte sich um 93,97 Zähler oder 1,15 Prozent auf 8.070,03 Einheiten.

US-Präsident Donald Trump erhöhte wieder den Druck auf China und ließ so eine große Sorge der Anleger wieder hochkochen. Trump hatte am Sonntag in einer Twitter-Nachricht mit Hinweis auf von ihm vermisste Fortschritte in den Handelsgesprächen mitgeteilt, dass ab diesem Freitag bereits bestehende Sonderzölle auf Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar von 10 auf 25 Prozent angehoben werden sollen.

Vor diesem Hintergrund gab es nur wenige Einzelwerte, die sich diesem Druck entziehen konnten. Dazu gehörten die Aktien von Chevron und Anadarko, die um 1,4 beziehungsweise 3,7 Prozent anzogen. Letztere profitierten davon, dass Occidental Petroleum im Bieterwettkampf um den Ölförderer sein 38 Milliarden Dollar schweres Angebot versüßte - und so die bereits besiegelte Übernahme durch Chevron noch ins Wanken bringt. Gemessen am Kursanstieg scheinen die Anleger von Chevron dies mit Erleichterung zu sehen.

Auf der anderen Seite stand im Dow die Boeing-Aktie mit einem Kursrutsch um 1,5 Prozent. Wie der Flugzeugbauer einräumte, wusste er bereits rund ein Jahr vor dem ersten Absturz einer 737-Max-Maschine von einem Softwareproblem der neuen Modellreihe. Üblicherweise ist Boeing aber auch eine Aktie, die von neuen Entwicklungen im Handelsstreit bewegt wird.

Auch Industrieaktien wie 3M oder United Technologies und vor allem Technologiewerte wie Apple, Intel oder Cisco versammelten sich vor dem Hintergrund der erneuerten Zollsorgen mit Einbußen zwischen 0,9 und 2,2 Prozent unter den weiteren großen Verlierern im Dow.

Analystin Alexandra Walvis von Goldman Sachs erwartet aber vor allem die Textilbranche als besonders stark betroffen von den Ankündigungen Trumps, da sie besonders viel aus China importiere. Namentlich erwähnte die Expertin vor allem das Textilunternehmen Yeti, dessen Aktien um vier Prozent absackten. Im Dow waren Nike mit 2,6 Prozent Minus das Schlusslicht.

Am Markt ein zentrales Thema war außerdem der im Wochenverlauf erwartete Börsengang von Uber, der einer der größten in der bisherigen Finanzgeschichte werden dürfte. Es könnte die am höchste bewertete Börsenpremiere seit der von Alibaba im Jahr 2014 werden. Mit der Erstnotiz wird aber erst am Freitag gerechnet.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA455 2019-05-06/19:04




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