Letztes Update am Di, 07.05.2019 08:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


BMW schreibt im Autogeschäft Verlust - Ausblick aber bekräftigt



München (APA/Reuters) - Die schwächere Autokonjunktur und eine milliardenschwere Rückstellung wegen des EU-Kartellverfahrens haben bei BMW zu Jahresbeginn für rote Zahlen gesorgt. Der Konzern wies am Dienstag für die ersten drei Monate im Autogeschäft einen operativen Verlust von 310 Mio. Euro aus, nachdem vor Jahresfrist noch ein Betriebsgewinn von 1,88 Mrd. Euro gestanden hatte.

Im Konzern brach das Ergebnis um 78 Prozent auf 589 Mio. Euro ein. Damit war der Rückgang noch höher als von Analysten erwartet. Der Umsatz sank im gleichen Zeitraum um knapp ein Prozent auf 22,5 Mrd. Euro.

Den erst vor wenigen Wochen gesenkten Ausblick schraubte der Vorstand erneut zurück. Demnach rechnet der nach Daimler zweitgrößte Premiumhersteller im Gesamtjahr nun mit einer geringeren operativen Rendite, bisher erwartet sechs bis acht Prozent. Grund ist eine Rückstellung von rund 1,4 Mrd. Euro wegen des EU-Kartellverfahrens. Die EU-Kommission geht dem Verdacht illegaler Absprachen in der deutschen Automobilindustrie bei der Abgasreinigung nach.

BMW hatte bereits im März hohe Investitionen für das Erreichen der Klimaschutzziele angekündigt, die das Ergebnis schmälerten. Ferner erwartet der Konzern Belastungen durch Wechselkurse und Rohstoffkosten im mittleren bis höheren dreistelligen Millionenbereich.

~ ISIN DE0005190003 WEB http://www.bmwgroup.com/ ~ APA050 2019-05-07/08:13




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