Letztes Update am Di, 07.05.2019 10:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen am Vormittag ohne klare Tendenz



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben sich am Dienstagvormittag ohne klare Richtung gezeigt. Nach der Verschärfung im US-Handelsstreit mit China hatte es europaweit hohe Verluste bei den Leitindizes gegeben. Nun gab es zumindest teilweise ein Aufatmen an den Börsen.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.00 Uhr mit minus 0,03 Prozent oder 1,20 Punkte bei 3.461,75 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann hingegen 0,14 Prozent oder 16,68 Zähler auf 12.303,56 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit minus 0,18 Prozent oder 13,43 Einheiten auf 7.367,21 Punkte nach dem gestrigen Bankfeiertag etwas tiefer.

An der Konjunkturdatenfront wurden heute die Auftragseingänge der deutschen Industrie für März veröffentlicht. Ihnen zufolge gab es nach zwei deutlichen Rückgängen in Folge wieder ein Auftragsplus. Das Neugeschäft stieg im März um 0,6 Prozent zum Vormonat.

In London hielten sich Aktien der Bankwerte im negativen Bereich: HSBC verloren 1,68 Prozent, Barclays gaben 0,95 Prozent und Standard Chartered rückten 1,69 Prozent tiefer.

In Brüssel an der Börse sackten Solvay um über 6 Prozent ab. Der Chemiekonzern aus Belgien schraubte aufgrund der Marktbedingungen die Erwartungen für das Gesamtjahr etwas nach unten. Im ersten Quartal 2019 gab es zudem einen Rückgang beim Verkaufsvolumen.

Negative Währungseffekte, höhere Rohstoffkosten sowie Investitionen belasteten die Ergebnisse des deutschen Konsumgüterkonzerns Henkel. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) fiel um 5,6 Prozent auf 795 Millionen Euro. Dies lag etwas unter der Konsensschätzung der Analysten. Die Aktie war am Dienstag DAX-Schlusslicht mit minus 3,29 Prozent.

Aktien des Stahlriesen ArcelorMittal fanden sich mit einem Minus von 2,12 Prozent am unteren Ende der Kurstafel in Paris. Der Konzern hatte gestern überraschend ankündigt, seine Produktion einbremsen zu wollen. Auf das Jahr hochgerechnet wird die Flachstahlproduktion in Europa damit vorübergehend um etwa drei Millionen Tonnen zurückgefahren.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA120 2019-05-07/10:12




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