Letztes Update am Di, 07.05.2019 12:28

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich - Erholung in China



Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag ohne klare Richtung geschlossen. Nach den gestrigen Kursverlusten sah es damit in Asien wieder mehrheitlich nach Stabilisierung aus. Auch an der Börse in Tokio wurde am Dienstag nach langer Pause nun wieder gehandelt.

Am gestrigen Montag hatte es in Folge einer Verschärfung im US-Handelsstreit vor allem für die Börsenindizes in China herbe Verluste gehagelt. US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag auf Twitter angekündigt, Sonderzölle auf chinesische Wareneinfuhren ab Freitag von bisher zehn auf 25 Prozent erhöhen zu wollen. Eine geplante chinesische Delegation um Chinas Vizepremier Liu He wird nun am Donnerstag und Freitag in Washington weiter mit der US-Regierung verhandeln.

Auch in Tokio war die Börse am Dienstag wieder offen - und es gab auch einigen Nachholbedarf - war doch der Handel nach mehreren Börsenfeiertagen in Folge über eine Woche lang ausgesetzt gewesen. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 335,01 Zähler oder 1,51 Prozent auf 21.923,72 Punkte. Im Nikkei konnten die Pharmawerte deutlich zulegen: Takeda verteuerten sich um 3,45 Prozent, Sumitomo Pharma um 2,00 Prozent und an der Spitze der Gewinner stiegen Daiichi Sankyo um 5,54 Prozent.

Exportorientierte Präzisionsgerätehersteller wie Sony, Hitachi und Olympus konnten sich jeweils um mehr als 2 Prozent verteuern. Unter den stärksten Verlierern lagen am Dienstag in Japan die Elektronikwerte Alps Alpine und Taiyo Yuden die jeweils mehr als 10 Prozent nachgaben.

In China standen unterdessen nach dem gestrigen Ausverkauf die Zeichen wieder auf Erholung. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann 153,20 Zähler (plus 0,52 Prozent) auf 29.363,02 Einheiten. Der Shanghai Composite legte 19,93 Punkte oder 0,69 Prozent auf 2.926,39 Punkte zu.

Eine Sektorstudie der Investmentbank JP Morgan wirkte sich laut Medienberichten vor allem bei den Big-Four-Banken in Hongkong negativ aus. Bank of China verloren am Dienstag 1,08 Prozent und waren damit stärkster Verlierer auf der Kurstafel. China Construction Bank verloren 0,59 Prozent, ICBC verloren 0,52 Prozent. Bei Agricultural Bank of China waren es 0,84 Prozent Minus.

Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 13,6 Zähler oder 0,21 Prozent auf 6.383,50 Einheiten. In Australien gab es am Dienstag einen Notenbankentscheid. Die Reserve Bank of Australia, die Notenbank Australiens, beließ ihren Leitzins zur Überraschung mancher Beobachter auf 1,5 Prozent. Der Australische Dollar wertete daraufhin gegenüber vielen Währungen deutlich auf. Der Euro tendierte zuletzt bei 1,5955 australischen Dollar - noch kurz davor war er bei 1,6014 Dollar gestanden.

Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 38.256,16 Zählern mit minus 344,18 Punkten oder 0,89 Prozent.




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