Letztes Update am Di, 07.05.2019 13:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sommerszene 2019 zeigt 14 Produktionen aus neun Ländern



Salzburg (APA) - Bevor die Szene Salzburg im Herbst ihr 50. Jubiläum feiert, steht im Juni wieder traditionell die Sommerszene Salzburg an. Dieses Jahr hat das Festival Gäste aus neun Ländern zu 14 Produktionen an die Salzach gelockt, die vom 17. bis 29. Juni an fünf verschiedenen Spielorten auftreten.

Insgesamt sind dieses Jahr fünf Uraufführungen im Programm vertreten, die erste davon schließt gleich an die Auftaktperformance „Rule of Three“ von Jan Martens an, der das erste Mal in Salzburg zu Gast sein wird. „Er ist nicht nur zum ersten Mal in Salzburg, sondern tritt bei dieser Performance auch erstmals mit einem Live-Drummer auf. Er reizt die Grenzen des Körpers über Rhythmus und Timing aus und kreiert dadurch ein starkes Stück Choreografie“, so Angela Glechner, Leiterin der Szene Salzburg, beim Pressegespräch, heute, Dienstag.

Auf Einladung des SEAD Bodhi Projects hat Lisi Estaras die Performance „No Human No Cry!“ entwickelt, die sich mit der Körperlichkeit intensiver Emotionen auseinandersetzt. Die Uraufführung findet am 18. Juni in der ARGE statt. Die ARGEkultur ist auch als Koproduzent eines Projektes der Münchner Choreographin Anna Konjetzky beim Festival vertreten. Die Choreographin arbeitet laut Sebastian Linz, künstlerischer Geschäftsführer der ARGE, sehr analytisch. „The Very Moment“ wurde aus einer Bewegung, dem Stehen auf den Zehenspitzen entwickelt und entwickelt sich im Charakter weiter von einem anfangs sehr wissenschaftlichen Zugang, hin zu einem heiteren Abend. Laut Glechner soll dies auch nicht die letzte Kooperation der beiden Institutionen bleiben.

Auch experimentellere Performances sind im Programm vertreten. Am 24. und 25. Juni wird der Theaterregisseur Tiago Rodrigues sein Stück „By Heart“ zeigen, in dessen Rahmen er zehn Freiwillige aus dem Publikum das Sonett Nr. 30 von Shakespeare auswendig lernen lässt. Rodrigues ist seit 2014 mit dem Stück auf Tour und nach über 50 Aufführungen lasse sich aus Erfahrung sagen, dass dies selten länger als zwei Stunden dauere, wie Glechner scherzte.

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Eine Uraufführung im Freien wird „Herde und Stall“ des Salzburger Choreografen Hubert Lepka sein. Hierfür haust eine Handvoll Tänzer, Schauspieler und Tiere zusammen in einem Gehege. „Mich beschäftigt schon lange, wo die Grenze zum Tiersein anfängt und das Menschsein aufhört“, so Lepka. Vor der Uraufführung am 22. Juni können außerdem am 17. und 18. Juni öffentliche Proben in der Pferdeschwemme besucht werden. Eine weitere Außenperformance ist das zweiwöchige Projekt des Kollektives „ohnetitel“, die ebenfalls uraufgeführt wird. Für „Die Späte Stunde- eine episodenhafte Odyssee durch die Stadt“ bedient sich das Kollektiv an den Konstruktionsplänen des „Ulysses“ von James Joyce und führt daran inspiriert das Publikum in 24 Episoden durch die Stadt.

(S E R V I C E - Das gesamte Programm unter www.szene-salzburg.net)




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