Letztes Update am Di, 07.05.2019 14:14

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen drehen zu Mittag ins Minus



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Verlauf überwiegend in die Verlustzone gedreht. Die Verschärfung im US-Handelsstreit mit China dominiert auch heute das Börsengeschehen in Europa.

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag auf Twitter angekündigt, Sonderzölle auf chinesische Wareneinfuhren ab Freitag von bisher zehn auf 25 Prozent erhöhen zu wollen und damit die Börsen am Montag auf Talfahrt geschickt. Eine geplante chinesische Delegation um Chinas Vizepremier Liu He wird nun am Donnerstag und Freitag in Washington weiter mit der US-Regierung verhandeln.

Am Dienstagvormittag sah es kurzzeitig noch nach einer Erholungstendenz an Europas Börsen aus. Am Nachmittag drehten die Indizes jedoch klar ins Minus. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel um 26,02 Einheiten oder 0,75 Prozent auf 3.436,93 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.45 Uhr mit 12.210,96 Punkten und minus 75,92 Einheiten oder 0,62 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London fiel um 72,24 Zähler oder 0,98 Prozent und steht nun bei 7.308,40 Stellen.

An der Konjunkturdatenfront wurden heute die Auftragseingänge der deutschen Industrie für März veröffentlicht. Ihnen zufolge gab es nach zwei deutlichen Rückgängen in Folge wieder ein Auftragsplus. Das Neugeschäft stieg im März um 0,6 Prozent zum Vormonat.

In London hielten sich Aktien der Bankwerte im negativen Bereich: HSBC verloren 2,23 Prozent, Barclays gaben 2,13 Prozent nach und Standard Chartered rückten 2,84 Prozent tiefer.

An der Brüsseler Börse sackten Solvay um über 8 Prozent ab. Der Chemiekonzern aus Belgien schraubte aufgrund der Marktbedingungen die Erwartungen für das Gesamtjahr etwas nach unten. Im ersten Quartal 2019 gab es zudem einen Rückgang beim Verkaufsvolumen.

Negative Währungseffekte, höhere Rohstoffkosten sowie Investitionen belasteten die Ergebnisse des deutschen Konsumgüterkonzerns Henkel. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) fiel um 5,6 Prozent auf 795 Millionen Euro. Dies lag etwas unter der Konsensschätzung der Analysten. Die Aktie war am Dienstag DAX-Schlusslicht mit minus 4,12 Prozent.

Aktien des Stahlriesen ArcelorMittal fanden sich mit einem Minus von 2,42 Prozent im unteren Bereich der Kurstafel in Paris. Der Konzern hatte gestern überraschend ankündigt, seine Produktion einbremsen zu wollen. Auf das Jahr hochgerechnet wird die Flachstahlproduktion in Europa damit vorübergehend um etwa drei Millionen Tonnen zurückgefahren.

Der weltgrößte Bierbrauer Anheuser-Busch (AB) InBev ist trotz guter Geschäfte nicht so stark ins Jahr gestartet wie erwartet. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal aus eigener Kraft im Jahresvergleich um knapp 6 Prozent auf 12,6 Mrd. US-Dollar. An der Mehrländerbörse Euronext tendierte die Aktie mit minus 1,04 Prozent klar in negativem Terrain.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA317 2019-05-07/14:09




Kommentieren