Letztes Update am Di, 07.05.2019 17:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wiener Börse



Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Dienstag mit starken Verlusten geschlossen. Der ATX fiel 38,26 Punkte oder 1,22 Prozent auf 3.096,82 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -1,40 Prozent, DAX/Frankfurt -1,75 Prozent, FTSE-100/London -1,75 Prozent und CAC-40/Paris -1,69 Prozent.

Zur Verunsicherung durch eine überraschende Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China zum Wochenauftakt kamen am Dienstag gekürzte Wachstumsprognosen für Europa durch die EU-Kommission. Neben einem deutlich schwächeren Auftakt an der Wall Street sorgten außerdem Zahlenvorlagen und Analystenschätzungen für Impulse am heimischen Aktienmarkt.

Der Leiterplattenhersteller AT&S will nach einem guten Geschäftsjahr 2018/19 die Dividende für seine Anleger von 36 auf 60 Cent anheben. Am Dienstag legten die AT&S-Titel um 2,94 Prozent auf 18,88 Euro zu und belegten damit Platz 1 im ATX.

Analysten erwarten für die am Mittwoch zur Veröffentlichung anstehenden Geschäftszahlen für das erste Quartal 2019 des oberösterreichischen Faserherstellers Lenzing einen massiven Rückgang beim operativen Ergebnis und beim Gewinn, der Umsatz soll hingegen stabil bleiben. Die Lenzing-Aktien schlossen im Vorfeld mit einem kleinen Plus von 0,20 Prozent auf 98,75 Euro.

Die Analystenschätzung für das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von Lenzing beläuft sich auf 92,1 Mio. Euro (minus 9 Prozent). Beim Betriebsergebnis (Ebit) wird ein Rückgang von fast 19 Prozent auf 56,1 Mio. Euro geschätzt. Unterm Strich sollte das Konzernergebnis bei 42 Mio. Euro und damit um rund 16 Prozent niedriger liegen als in den ersten drei Monaten 2018.

Der Energiekonzern Verbund meldet ebenfalls Mitte der Woche Q1-Ergebnisse. Hier wird der Umsatz im Mittel der Prognosen auf 908,3 Mio. Euro (plus 21,4 Prozent) geschätzt. Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird ein Plus von 27,9 Prozent auf 345,3 Mio. Euro erwartet. Beim Betriebsergebnis (EBIT) stehen im Mittel 257 Mio. Euro (plus 36,8 Prozent). Die Verbund-Titel gingen mit minus 0,18 Prozent auf 43,88 Euro aus dem Handel.

Die Entscheidung für eine Wiederholung der Kommunalwahl in Istanbul hat die Währungsschwäche in der Türkei verschärft. Die türkische Lira geriet am Dienstag weiter unter Druck, der Dollar stieg um 1,5 Prozent auf 6,17 Lira. Dies dürfte auch die Anteilsscheine von Do&Co belastet haben. Der Caterer ist am türkischen Markt stark vertreten und hatte bereits in der Vergangenheit unter negativen Währungseffekten gelitten. Die Titel von Do&Co verbilligten sich um 2,83 Prozent auf 72,00 Euro.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA455 2019-05-07/17:55




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