Letztes Update am Di, 07.05.2019 18:19

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen schließen mit klaren Verlusten



Frankfurt am Main (APA) - Die Verschärfung im US-Handelsstreit mit China dominierte auch heute das Börsengeschehen. Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag den Handelstag mit deutlichen Verlusten beendet.

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag auf Twitter angekündigt, Sonderzölle auf chinesische Wareneinfuhren ab Freitag von bisher zehn auf 25 Prozent erhöhen zu wollen. Eine geplante chinesische Delegation um Chinas Vizepremier Liu He wird nun am Donnerstag und Freitag in Washington weiter mit der US-Regierung verhandeln.

Bereits gestern mussten die Börsenindizes weltweit daraufhin deutlich Federn lassen. Nach einem unentschlossenen Auftakt sah es am Dienstagvormittag zunächst noch nach einer Erholungstendenz an Europas Börsen aus. Am Nachmittag drehten die Indizes jedoch klar ins Minus und bauten dieses im weiteren Verlauf noch weiter aus.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel um 61,79 Einheiten oder 1,78 Prozent auf 3.401,16 Punkte. Der DAX in Frankfurt beendete den Tag mit 12.092,74 Punkten und minus 194,14 Einheiten oder 1,58 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London fiel um 120,17 Zähler oder 1,63 Prozent und steht nun bei 7.260,47 Stellen.

An der Konjunkturdatenfront wurden heute die Auftragseingänge der deutschen Industrie für März veröffentlicht. Ihnen zufolge gab es nach zwei deutlichen Rückgängen in Folge wieder ein Auftragsplus. Das Neugeschäft stieg im März um 0,6 Prozent zum Vormonat.

In London lagen Aktien der Bankwerte im negativen Bereich: HSBC verloren 2,70 Prozent, Barclays gaben 2,60 Prozent nach und Standard Chartered rückten 2,51 Prozent tiefer. Auch die Ölwerte verzeichneten deutliche Abschläge: BP verloren 2,72 Prozent und Shell B gaben 3,88 Prozent nach.

An der Brüsseler Börse sackten Solvay-Papiere um mehr als 6 Prozent ab. Der Chemiekonzern aus Belgien schraubte aufgrund der Marktbedingungen die Erwartungen für das Gesamtjahr etwas nach unten. Im ersten Quartal 2019 gab es zudem einen Rückgang beim Verkaufsvolumen.

Negative Währungseffekte, höhere Rohstoffkosten sowie Investitionen belasteten die Ergebnisse des deutschen Konsumgüterkonzerns Henkel. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) fiel um 5,6 Prozent auf 795 Millionen Euro. Dies lag etwas unter der Konsensschätzung der Analysten. Die Aktie war am Dienstag DAX-Schlusslicht mit minus 5,24 Prozent.

Der weltgrößte Bierbrauer Anheuser-Busch (AB) InBev ist trotz guter Geschäfte nicht so stark ins Jahr gestartet wie erwartet. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal aus eigener Kraft im Jahresvergleich um knapp 6 Prozent auf 12,6 Mrd. US-Dollar. An der Mehrländerbörse Euronext lag die Aktie mit minus 2,32 Prozent im negativen Terrain.

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Index Aktuell Änderung Punkte Änderung Prozent Wien ATX 3.096,82 -38,26 -1,22 Frankfurt DAX 12.092,74 -194,14 -1,58 London FTSE-100 7.260,47 -120,17 -1,63 Paris CAC-40 5.395,75 -87,77 -1,60 Zürich SPI 11.594,44 -81,70 -0,70 Mailand FTSEMIB 21.219,14 -190,15 -0,89 Madrid IBEX-35 9.235,10 -95,90 -1,03 Amsterdam AEX 556,86 -6,89 -1,22 Brüssel BEL-20 3.595,96 -85,84 -2,33 Stockholm SX Gesamt 1.617,85 -31,37 -1,90 Europa Euro-Stoxx-50 3.401,16 -61,79 -1,78

Euro-Stoxx 372,25 -5,04 -1,34 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA463 2019-05-07/18:15




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