Letztes Update am Di, 07.05.2019 18:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Dienstag „Kasse gemacht“. Börsianer führten die Kursschwäche wie schon am Vortag auf die wieder zunehmenden Risiken im Handelskonflikt zwischen den USA und China zurück. Nach stabilen Kursen im frühen Handel gerieten die Notierungen zunehmend unter Druck. Am Ende büßte der DAX 1,58 Prozent auf 12.092,74 Punkte ein. Der MDAX der mittelgroßen Börsentitel fiel um 0,78 Prozent auf 25.458,86 Zähler.

„Die Stimmung der Investoren bleibt angeschlagen“, sagte Analyst Pierre Veyret vom Broker ActiveTrades mit Blick auf die erneute Verschärfung des Tons im Handelszwist zwischen den USA und China. Die nächste Gesprächsrunde werde an den Finanzmärkten mit Spannung beobachtet.

„Um die Angelegenheit für Investoren noch zu verschlimmern, hat die EU die Wachstumsprognose gesenkt“, sagte Analyst David Madden von CMC Markets. Die EU-Kommission korrigierte am Dienstag ihren Konjunkturausblick für die Eurozone erneut nach unten. Gründe seien die sich abkühlende Weltwirtschaft und der schwelende US-chinesische Handelskonflikt.

In Deutschland nahm die Berichtssaison der Unternehmen mit vier DAX-Konzernen wieder Fahrt auf. Für ein positives Ausrufezeichen sorgte Vonovia: Steigende Mieten und die Zukäufe im Ausland hatte Deutschlands größtem Immobilienkonzern im Auftaktquartal deutlich mehr Gewinn eingebracht. Die Aktien gewannen 5,2 Prozent, verpassten dabei nur knapp ein Rekordhoch und zogen auch die Kurse anderer Immobiliengesellschaften mit nach oben.

Beim Konsumgüterkonzern Henkel drücken Investitionen weiterhin auf die Profitabilität. Das Ergebnis im ersten Quartal war stärker zurückgegangen als von Analysten gedacht. Die Aktien sackten am DAX-Ende um 5,2 Prozent ab.

Der Chipkonzern Infineon hatte sich von Jänner bis Ende März in einem schwierigen Marktumfeld etwas besser geschlagen als erwartet. Wegen der anhaltenden Flaute in der Autobranche und des schwächeren Wachstums in China rechnet Infineon-Chef Reinhard Ploss aber zunächst mit einem weiter schwierigen Geschäft. Die Papiere büßten drei Prozent ein.

Der Autobauer BMW war im Kerngeschäft wegen einer Milliardenrückstellung für eine drohende Kartellstrafe der Europäischen Union in die roten Zahlen gerutscht. Daraufhin verloren die Anteilscheine 2,3 Prozent.

Im Nebenwerte-Index SDAX ragten Varta-Aktien positiv heraus. Der Batteriehersteller hatte nach einem starken ersten Quartal die Prognose für das laufende Jahr angehoben. Die Aktien zogen um fast acht Prozent an.

Bei dem Baumaschinenhersteller Wacker Neuson sprach der Experte Hans-Joachim Heimbürger von Kepler Cheuvreux von einem starken Jahresauftakt. Die Anleger honorierten die Geschäftszahlen mit einem Plus von 0,8 Prozent.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA467 2019-05-07/18:27




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