Letztes Update am Mi, 08.05.2019 12:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nach Rassismus-Vorwürfen: Kopftuch-Tagung in Frankfurt



Frankfurt am Main (APA/dpa) - Nach Rassismus-Vorwürfen gegen eine Islamforscherin der Frankfurter Universität hat die Hochschule in der westdeutschen Metropole eine umstrittene Tagung zum Thema Kopftuch ausgerichtet. Vor dem Gebäude stand am Mittwoch Polizei, die Gäste wurden beim Einlass kontrolliert.

Eine anonyme Gruppe „Uni gegen R – Kein Platz für Anti-Muslimischen Rassismus“ hatte zuvor bei Instagram gefordert, die Wissenschafterin Susanne Schröter ihres Professorinnenamtes zu entheben. Schröter, Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam, die die Veranstaltung in Deutschlands fünftgrößter Stadt unter dem Motto „Symbol der Würde oder der Unterdrückung?“ organisiert hatte, bedankte sich für Solidarität aus Wissenschaft und Gesellschaft.

Unter den Teilnehmern waren die Publizistin Alice Schwarzer, die Journalistin und Kopftuch-Trägerin Khola Maryam Hübsch und Vertreter der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes. Schwarzer sprach sich gegen ein „Denk- und Sprechverbot“ aus, Millionen zwangsverschleierte Frauen würden politisch entrechtet.

Schröter wollte mit der Debatte eine umstrittene Ausstellung über muslimische Mode, die derzeit im Frankfurter Museum Angewandte Kunst gezeigt wird, in einen gesellschaftlichen Kontext stellen.




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