Letztes Update am Mi, 08.05.2019 13:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Steirische Caritas erreichte und betreute 2018 über 100.000 Menschen



Graz (APA) - Die Caritas Steiermark hat im vergangenen Jahr insgesamt 104.424 Menschen erreicht, beraten und versorgt. Wie die Verantwortlichen am Mittwoch bei der Präsentation des Wirkungsberichtes 2018 sagten, habe das Budget 98,3 Millionen Euro betragen. Rund 9,8 Millionen Euro kamen aus Geld- und Sachspenden.

Rund 71 Millionen Euro im Budget der Caritas der Diözese Graz-Seckau stammten im vergangenen Jahr aus Entgelten für Dienstleistungen. Zuschüsse der öffentlichen Hand und kirchliche Beiträge machten rund 17 Millionen Euro aus. 43 Prozent der Mittel wurden im Bereich „Betreuung und Pflege“ eingesetzt, 18 Prozent entfielen auf den Bereich „Bildung und Interkultur“ und 17 Prozent auf „Beschäftigung und Sachspenden“. Für Hilfe für Menschen in Not wurden elf Prozent der Mittel eingesetzt.

Stolze Zahlen präsentierte die Caritas aus den einzelnen Bereichen: In der Sparte „Bildung und Interkultur“ wurden etwa 13.500 Unterrichtsstunden im Lehrgang „Deutsch als Zweitsprache“ abgehalten. Etwa 1.000 Erwachsene besuchten 2018 die Caritas-Akademie und im Schnitt wurden pro Monat rund 19.000 Ausgaben der Straßenzeitung „Megaphon“ verkauft. Im Bereich „Betreuung und Pflege“ widmeten Freiwillige 23.310 Stunden den Bewohnern in Pflegeheimen. Es fanden 1.680 Beratungsgespräche zum Thema Pflege und Betreuung mit Angehörigen statt und 6.296 Menschen nutzten die mobilen Angebote der Familien- und Behindertenarbeit und der Flexiblen Hilfen.

Im Bereich „Hilfe für Menschen in Not“ haben 2018 insgesamt 1.890 Haushalte Kontakt zur Wohnungssicherung aufgenommen, 150 Mittagessen wurden täglich im Grazer Marienstüberl serviert und 218 Jugendliche suchten im Schlupfhaus Hilfe. 2.847 Tonnen Sachspenden wurden im vergangenen Jahr bei der Caritas abgegeben. 293 Tonnen Lebensmittel wurden für die Solidarmärkte gespendet und 876 Menschen fanden in Beschäftigungsprojekten in der Steiermark einen Transitarbeitsplatz.

Bei der steirischen Caritas waren 2018 knapp 1.800 Mitarbeiter beschäftigt. Mehr als 1.250 ehrenamtliche Helfer leisteten unentgeltlich fast 150.000 Arbeitsstunden.

Caritasdirektor Herbert Beiglböck warnte am Mittwoch davor, Teile der Bevölkerung von der Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Leben auszuschließen. Auf Dauer werde das nicht gut gehen: „Das gefährdet unsere soziale Stabilität und auch den sozialen Frieden, den wir haben.“ Mit einem Hinweis auf einen lobenden Brief, den er bekommen hatte, mahnte er dazu, das Gespräch mit Leuten zu suchen, die anderer Meinung sind: „Man soll sich durch so etwas nicht zu dem Glauben verleiten lassen, dass das positive Bild der Caritas von allen geteilt wird. Es wird wahrscheinlich auch der Innenminister solche Briefe von seinen Unterstützern bekommen.“ Das Ziel solle sein, die eigenen Blasen zu verlassen um zu verstehen, was in der Gesellschaft passiert: „Das Gespräch mit Unterstützern, aber auch mit Kritikern oder jenen, die der Caritas ablehnend gegenüberstehen, sollte im Vordergrund sein.“

~ WEB http://www.caritas.at/ ~ APA300 2019-05-08/13:00




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