Letztes Update am Mi, 08.05.2019 13:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen drehen mehrheitlich ins Minus



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte sind am Mittwoch nach einem freundlichen Start mehrheitlich in die Verlustzone abgerutscht. Als Auslöser gilt, dass in den USA zum Handelsstart nun doch Abschläge erwartet werden. So notierte der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 gegen 12.50 Uhr um 10,02 Einheiten oder 0,29 Prozent tiefer bei 3.391,14 Punkten.

Der FTSE-100 der Börse London verlor 18,01 Zähler oder 0,25 Prozent und steht nun bei 7.242,46 Stellen. Der DAX in Frankfurt hingegen legte um geringfügige 8,49 Einheiten oder 0,07 Prozent auf 12.101,23 Punkte zu.

International blicken Investoren nun wieder pessimistischer auf den Zollstreit zwischen den USA und China, nachdem US-Präsident Donald Trump angedroht hatte, die Zölle auf chinesische Wareneinfuhren deutlich zu erhöhen. Allerdings wollen die Vertreter der beiden Volkswirtschaften ihre Gespräche am morgigen Donnerstag fortsetzen.

An der Datenfront bleibt es am Mittwoch unterdessen ruhig. Einzig in Deutschland wurde bekannt, dass die Industrieunternehmen ihre Produktion im März überraschend hochgefahren haben.

Unter den Einzelwerten notierte die Siemens-Aktie mit einem Aufschlag von rund 4,7 Prozent weit die Siemens-Aktie mit einem Aufschlag von rund 4,7 Prozent weit abgeschlagen an der Spitze des Euro-Stoxx-50. Der Industriekonzern aus München hat den Gewinn im zweiten Quartal deutlich stärker ausgebaut als Analysten erwartet hatten. Darüber hinaus kündigte Siemens an, sich vom Energiegeschäft zu trennen und dieses an die Börse zu bringen.

Unterdessen sorgten in London die Geschäftszahlen von ITV und Imperial Brands für Enttäuschung. Der Fernsehkonzern ITV rechnet wegen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens mit einem schwächelnden Werbegeschäft im ersten Halbjahr, was der Aktie einen Kursrutsch in der Höhe von 5,2 Prozent bescherte.

Der Tabakkonzern Imperial Brands konnte mit seinem operativen Gewinn im ersten Geschäftshalbjahr die Erwartungen zwar übertreffen, doch die Umsätze fielen schwächer aus als prognostiziert. Die Imperial-Brands-Aktie büßte 5,4 Prozent ein.

In Spanien gaben die Papiere von Endesa 1,11 Prozent ab. Nach den tags zuvor berichteten Quartalszahlen folgten nun Abstufungen. So strichen die Investmentbank Mainfirst sowie das Analysehaus Kepler Cheuvreux ihre Kaufempfehlungen für die Aktien des Energieversorgers.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA311 2019-05-08/13:16




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