Letztes Update am Mi, 08.05.2019 13:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Südkorea erwägt humanitäre Hilfe für Nordkorea



Seoul (APA/dpa) - Die südkoreanische Regierung erwägt die Wiederaufnahme von humanitärer Hilfe für das abgeschottete Nachbarland Nordkorea. Die jüngsten Berichte internationaler Organisationen über die Versorgungsprobleme im stalinistisch regierten Nordkorea seien mit großer Sorge aufgenommen worden, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am Mittwoch mit.

Es werde „überprüft“, wie die Hilfe für Nordkorea aussehen könnte, sagte eine Sprecherin. Konkrete Pläne gebe es bisher aber noch nicht. Zuletzt habe Südkorea auf Regierungsebene 2007 über das Welternährungsprogramm (WFP) Hilfe für Nordkorea geleistet.

Ungeachtet der festgefahrenen Verhandlungen mit der Führung in Pjöngjang über ihr Atomwaffenprogramm hatte US-Präsident Donald Trump erst am Dienstag dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in seine Unterstützung bei humanitärer Hilfe für Nordkorea zugesagt. „Trump sagte, die humanitäre Nahrungsmittelversorgung für die Nordkoreaner wäre eine positive Aktion zur richtigen Zeit“, hieß es in einer Mitteilung des Präsidialamts in Seoul nach einem Telefongespräch Moons mit Trump am späten Dienstagabend.

Hintergrund für die Erwägungen ist eine UNO-Untersuchung, wonach in Nordkorea mindestens zehn Millionen Menschen Hunger droht. Anfang April hatte das WFP erklärt, dass die jüngste Ernte nach Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen so schlecht ausgefallen sei wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das WFP hatte die Lage an Ort und Stelle zusammen mit der UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO untersucht.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA324 2019-05-08/13:29




Kommentieren