Letztes Update am Mi, 08.05.2019 15:01

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zentralmatura - Schüler: „Man hat gemerkt, dass etwas geändert wurde“



Österreich-weit (APA) - „Man hat gemerkt, dass etwas geändert wurde.“ Diesen Eindruck hatte Bundesschulsprecher Timo Steyer nach ersten Rückmeldungen von Schülervertretern von der diesjährigen Mathematik-Zentralmatura. An den AHS sei vor allem der für eine positive Note wichtige Grundlagenteil der Prüfung als „schaffbarer“ als zuletzt eingestuft worden, so Steyer zur APA.

„Das heißt aber nicht, das es deswegen einfacher war. Der Teil zwei war durchaus herausfordernd und schwierig“, meinte der Bundesschulsprecher. Allgemeiner Tenor: „Ein Vierer war leichter zu schaffen als bisher. Aber eine gute Note zu bekommen ist schon deutlich schwieriger.“ Auch an den BHS seien die Änderungen vor allem durch die kürzeren Angaben bemerkt worden. Gröbere Probleme beim Ablauf registrierten weder Bildungsministerium noch Schülervertreter.

Im Vorjahr waren in Mathematik an den AHS rund 22 Prozent an den schriftlichen Klausuren gescheitert, an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) waren es 19 Prozent. Deshalb sollten heuer die Aufgabenstellungen kürzer und einfacher verständlich werden.

Außerdem wurde an den AHS die Zeiteinteilung der aus zwei getrennten Blöcken bestehenden Matura gelockert. Bisher musste der zweistündige Grundlagenteil (24 Punkte) mit einfacheren Aufgaben gelöst und abgegeben werden, anschließend der zweieinhalbstündige zweite Teil mit anspruchsvolleren Aufgaben (ebenfalls 24 Punkte). Nun können beide Aufgabenteile über die vollen viereinhalb Stunden bearbeitet werden.

Weitere Änderung: Im Grundlagenteil können bei bestimmten Aufgaben nun auch halbe Punkte verteilt werden - bisher gab es nur für die vollständig korrekte Lösung einen vollen Punkt und sonst keinen. Und schließlich wird der Bewertungsschlüssel geändert: Für einen Vierer waren bisher 16 Punkte im Grundlagenteil nötig, wobei im zweiten Teil dafür noch vereinzelt „Bonuspunkte“ gesammelt werden konnten. Nun reichen als zweite Möglichkeit auch insgesamt 24 Punkte aus beiden Teilen für ein Genügend.

Überraschungen kann es dafür bei der Benotung geben: Je nach erreichter Punktezahl im Grundlagenteil gibt es zwei unterschiedliche Notenschlüssel. Wer mindestens 16 Punkte im Grundlagenteil erreicht, bekommt ab 24 Punkten einen Dreier und ab 33 Punkten einen Zweier. Wer im Grundlagenteil dagegen unter 16 Punkten bleibt, allerdings insgesamt auf 24 Punkte kommt, erhält mit 24 Punkten nur einen Vierer, ab 29 Punkten einen Dreier und ab 36 Punkten einen Zweier.

(S E R V I C E - Aufgaben ab ca. 17.00 Uhr unter https://www.srdp.at/)




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