Letztes Update am Mi, 08.05.2019 15:13

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Österreichischer Musiktheaterpreis: Oper Graz acht Mal nominiert



Wien/Innsbruck (APA) - Der österreichische Musiktheaterpreis wird heuer zum siebenten Mal für Leistungen in Oper, Operette, Musical und Ballett verliehen. Spitzenreiter bei den Nominierungen ist die Grazer Oper, die in acht Kategorien erwähnt ist, gefolgt vom Landestheater Linz mit sieben Nennungen. Die Preisverleihung findet am 23. Juni im Landestheater Innsbruck statt.

Aus der Grazer Oper wurden Pavel Petrov für die beste männliche Hauptrolle (Lenski in „Eugen Onegin“) und Ivan Orescanin für die männliche Nebenrolle (ein Sänger in Piazzollas „Maria de Buenos Aires“) vorgeschlagen. „Ariane et Barbe-Bleue“ von Paul Dukas geht in das Rennen um beste Operngesamtproduktion, Regisseurin Nadja Loschky findet sich ebenfalls auf der Liste. Als beste Operettenaufführung wurde „Eine Nacht in Venedig“, als bestes Musical „Ragtime“ von Steven Flaherty nominiert. In Zusammenhang mit der Grazer Produktion von „Il Trovatore“ gibt es ebenfalls zwei Nennungen: Andrea Sanguineti wurde in der Kategorie Dirigenten vorgeschlagen, Sonja Saric, die als Leonora zu hören war, als bester weiblicher Nachwuchs.

Sieben Mal scheint das Landestheater Linz in der Nominierungsliste auf: Hans Schöpflin könnte in der Kategorie männliche Hauptrolle für seinen Gustav von Aschenbach („Death in Venice“) einen Preis holen. Die Oper „Die Frau ohne Schatten“ wurde vier Mal nominiert: Als Gesamtproduktion, Markus Poschner als Dirigent, Hermann Schneider als Regisseur und Miina-Liisa Värelä (Färberin) im Bereich beste weibliche Nebenrolle. In der Kategorie Ballett wurde „Music For A While“ nominiert, Ilia Staple (Despina in „Cosi fan tutte“) als beste Nachwuchssängerin.

Zum ersten Mal wurden heuer auch Produktionen großer Festivals berücksichtigt, sofern sie in den Referenzzeitraum fielen: So findet sich auf der Liste etwa die „Salome“ der Salzburger Festspiele, mit Asmik Grigorian in der Titelrolle als beste Sängerin und Dirigent Franz Welser-Möst. Auch die Bregenzer Festspiele wurden mit Dshamilja Kaiser als Nebenrollensängerin (Lucrezia in „Beatrice Cenci“) und Karl Markovics für seine Regie von „Das Jagdgewehr“ nominiert.

Gut im Rennen liegt auch das Landestheater Innsbruck mit sechs Nominierungen, dicht gefolgt von der Wiener Volksoper mit fünf Erwähnungen. Jeweils drei Mal wurden Künstler am Theater an der Wien sowie die Bühne Baden genannt, zwei Preise könnten das Stadttheater Klagenfurt und die Musical-Produktion „I am from Austria“ am Wiener Ronacher bekommen. Nominiert wurde auch das Salzburger Landestheater, außerdem die Operettenfestivals in Kufstein und Mörbisch sowie eine Musicalproduktion in Steyr.

Für den Musiktheaterpreis können die Häuser ihre Produktionen einerseits aktiv einreichen, andererseits kann die Jury nach einer Änderung nun auch selbst Nominierungen vergeben - weshalb auch Häuser wie das Theater an der Wien, die sich am Musiktheaterpreis eigentlich nicht beteiligen, unter den Genannten sind. Die Wiener Staatsoper nimmt an dem Preis ebenfalls nicht teil.




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