Letztes Update am Mi, 08.05.2019 15:23

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Grüne für landesweite Einführung von Schulsozialarbeit im Burgenland



Eisenstadt (APA) - Die Grünen fordern eine flächendeckende Einführung von Schulsozialarbeit im Burgenland. Landessprecherin Regina Petrik verwies am Mittwoch auf das rot-blaue Regierungsprogramm. Darin gebe es bereits „einen Hinweis, dass mehr Sozialarbeiter in Schulen geschickt werden sollen“. Auch eine Studie sei bereits ausgearbeitet: „Es fehlt jetzt nur noch die politische Entscheidung, das auch umzusetzen.“

Die Umsetzung wolle man mit einem Antrag im Landtag voranbringen, kündigte Petrik an. „Nicht nur der wirklich furchtbare Vorfall in einer HTL in Wien zeigt: Es gibt Probleme in der Schule und Situationen, da darf die Schulbehörde, da darf die öffentliche Hand die Lehrer und Lehrerinnen in der Schule nicht alleine lassen“, stellte die Landessprecherin fest. Dabei gebe es verschiedene Möglichkeiten: „Eine vorbeugende, begleitende und nachhaltig wirkende Maßnahme ist die Schulsozialarbeit.“

2016 sei an die Fachhochschule Burgenland der Auftrag erteilt worden, eine diesbezügliche Studie zu erarbeiten. Seit Ende 2017 gebe es eine fertige Studie über Möglichkeiten und verschiedene Modelle, wie Schulsozialarbeit im Burgenland implementiert werden könne. Diese werde jedoch seither „unter Verschluss gehalten“, sagte Petrik.

Nun gebe es eine erste Zusammenfassung und einen Ausblick auf der Homepage der Forschung Burgenland: „So konnte ich erfahren, dass hier wirklich schon Fundiertes auf dem Tisch liegt.“ Verschiedene Modelle seien ausgearbeitet worden. „Welches Modell dann wirklich für das Burgenland sinnvoll ist, ist letztlich die politische Entscheidung“. In diese sollten auch die Bildungsdirektion sowie Fachleute einbezogen werden. „Klar ist, dass in der Fachhochschule bereits die Ausbildung stattfindet. Da werden bereits Sozialarbeiter speziell daraufhin ausgebildet“, so Petrik.

Die Landessprecherin hält die flächendeckende Einführung von Schulsozialarbeit jedenfalls für finanzierbar: „Die Sicherheitspartner kosten uns mehr als die Schulsozialarbeit kosten würde. Und wenn man auf vorbeugend und nachhaltig wirkende Arbeit im Burgenland Wert legt, dann wäre das Geld dort sinnvoller angelegt. Das geht sich aus.“

„Das Geld ist da in der Landesregierung“, zeigte sich die Landessprecherin zuversichtlich. „Es ist immer nur die Frage, wofür wird es ausgegeben - investieren wir in eine gute Bildung, investieren wir in eine gute Begleitung von Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen, oder lassen wir lieber eskalieren und geben nachher viel Geld aus für Reparatur und Schadensbegrenzung.“

~ WEB http://www.gruene.at ~ APA416 2019-05-08/15:21




Kommentieren