Letztes Update am Mi, 08.05.2019 17:17

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Orban - EU ist kein Ziel, sondern Mittel für die Ungarn



Budapest (APA) - „Die EU ist kein Ziel, sondern ein Mittel für die Ungarn“, betonte der ungarische rechtsnationale Premier Viktor Orban in einem Vortrag an der ungarisch-sprachigen Sapientia-Universität in Klausenburg (Cluj-Napoca) am heutigen Mittwoch. Es sei positiv, dass Ungarn Mitglied der Europäischen Union sei, „weil wir so unseren nationalen Ziel leichter dienen können“.

Orban betonte erneut, dass die Migration bei den EU-Wahlen als erstrangige Frage aller europäischen Länder gelte. Zugleich erinnerte er daran, dass bisher alle Versuche, eine europäische Einheit in der Frage der Einwanderung zu erlangen, gescheitert seien. Während der Westen überlegen würde, „wie können wir zusammenleben“, überlegten die Mitteleuropäer, „was müssen wir tun, um nicht mit den Migranten zusammenleben zu müssen“. Die Mitteleuropäer wollen „keine gemischte Bevölkerung, dafür gibt es keine guten Beispiele“, betonte Orban.

In seinem Vortrag betonte der Premier die Fortsetzung seiner auf Souveränität basierenden Politik, die „ständigen Herausforderungen ausgesetzt ist“. Es müsse abgewogen werden, „welche Europa-Politik gut ist für die Ungarn“. Der Premier betonte erneut die Anti-Migrationspolitik der Ungarn. „Die Hilfe muss zu den in Not Geratenen gebracht werden, und nicht die Probleme hierher.“, so Orban weiter.

Laut Orban bauen die Ungarn eine „Weltnation auf, da Ungarn an allen Ecken der Welt anzutreffen sind. Wir bereichern die Kraftressourcen des Landes und verteilen sie vernünftig unter dem Ungartum der Welt.“

Orban betonte die Existenzberechtigung der Ungarn, „da wir der Welt eine solche Leistung bringen, die ohne uns nicht geboren wäre“. Bis heute sei das „ewige Motiv des Charakters der Ungarn gültig, das Schicksal des Volkes der Knechte instinktiv zu vermeiden“. Ungarn müsse eine geostrategisch fundierte Außenpolitik betreiben, wobei die Beziehungen in alle Richtungen ausgebaut werden müssen, damit das positiv für uns ist“.




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