Letztes Update am Mi, 08.05.2019 18:56

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankreich will Waffenstillstand in Libyen



Paris/Tripolis (APA/dpa) - Frankreich hat sich für einen „bedingungslosen Waffenstillstand“ in Libyen und ein Ende der militärischen Offensive gegen Tripolis ausgesprochen. Präsident Emmanuel Macron habe während eines Treffens mit dem Chef der international anerkannten libyschen Regierung, Fajis al-Sarraj, betont, dass es keine militärische Lösung in dem Konflikt gebe, hieß es in einer Mitteilung des Präsidentenpalasts am Mittwoch.

Macron habe seine Unterstützung für die Regierung der Nationalen Einheit von Al-Sarraj bekräftigt. Die Zivilbevölkerung müsse geschützt werden, so der französische Präsident. Er schlug der Mitteilung zufolge vor, die Waffenstillstandslinie unter internationaler Aufsicht abzugrenzen. Es wurde auch diskutiert, in den kommenden Tagen eine Bewertung des Verhaltens bewaffneter Gruppen in dem nordafrikanischen Krisenstaat in enger Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen durchzuführen.

Truppen des Generals Khalifa Haftar hatten kürzlich eine Offensive auf Tripolis begonnen. Dort sitzt die international anerkannte Regierung von al-Sarraj, die mit Haftar um die Macht in dem ölreichen Land ringt. Haftar gibt den Angriff als Offensive gegen Terrororganisationen aus. Frankreich wird immer wieder vorgeworfen, Haftar zu unterstützen - die Franzosen dementierten das jedoch.




Kommentieren